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Hollywood hätte kein schöneres Happyend geschrieben, als es Xue Shen und Hongbo Zhao getan haben. Die Chinesen, das älteste Duo im Eiskunstlauf-Paarwettbewerb, vergoldet sein Comeback.
Nach ihrer WM-Goldmedaille 2007 in Tokio verabschieden sich Shen/Zhao emotional von der Eiskunstlaufbühne: Direkt nach dem Kür-Auftritt kniet sich der heute 36-Jährige vor seine Angebetene und macht ihr einen Heiratsantrag.
Das Ehepaar kehrt im Oktober 2009 überraschend aufs Eis zurück. Zhao hatte seine Frau zum Comeback überredet, weil er im Palmarés den fehlenden Olympia-Titel bedauerte. «Nach fast drei Jahren Wettkampfpause musste er mich mit guten Argumenten überzeugen», sagt Shen. «Wenn ich Nein gesagt hätte, hätte er mir aber nicht mit der Scheidung gedroht», witzelt sie. Doch ihre Liebe habe sie jetzt zu Gold getragen.
Nach dem Kurzprogramm führen die Chinesen mit dem Rekordwert von 76.66 Punkten, für ihre Kür werden sie mit 139.91 Punkten belohnt. Das Total von 216.57 Punkten macht sie bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme zu den Gold-Gewinnern. Vor ihren Landsleuten Qing Pang/Jian Tong. Die deutschen Gold-Hoffnungen Aljona Sawtschenko/Robin Szolkowy müssen sich mit Bronze begnügen.
Unser Schweizer Paar hat sein realistisch gestecktes Ziel erreicht: Anaïs Morand und Antoine Dorsaz schafften es bei ihrer Olympia-Premiere auf den 15. Platz. Die Top 16 sind das Ziel der jungen Walliser. Nach einem überragenden Kurzprogramm (55.34 Punkte, neuer Bestwert) steigen sie vom 13. Zwischenrang in die Kür, nach der sie noch zwei Ränge abrutschen. Doch die erst 16-jährige Morand und der 20-jährige Dorsaz haben erfolgreich Olympia-Luft geschnuppert und dabei eine bemerkenswerte Duftmarke hinterlassen, die für die Zukunft hoffen lässt.