Mega-Auftritt von Künstlerin Pipilotti Rist in New York Schweizer Plattnase am Times Square

Mit aller Kraft drückt sich Pipilotti Rist an die Billboards am Times Square in New York – als wollte sie sich befreien. Das dreiminütige Schauspiel ist einen Monat lang jede Nacht zu sehen.

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Wer sich kurz vor Mitternacht auf dem Times Square in New York aufhält, wird Zeuge eines besonderen Spektakels: Wo sonst scheinbar perfekte Models für alles Mögliche werben, reibt sich ein weibliches Gesicht an die riesigen Bildschirme, drückt sich an sie – als wären es Glaswände, die jeden Moment zerspringen könnten. Dabei verschmiert sich die Schminke, ihre Gesichtszüge verzerren sich. Irgendwie sieht es lustig aus, irgendwie beklemmend.

 

Neuauflage eines Rist-Video-Kunstwerkes

Es ist das Gesicht der prominenten Schweizer Video-Künstlerin Pipilotti Rist (54). Den ganzen Januar ist sie jeden Abend von 23.57 Uhr bis Mitternacht auf 60 miteinander synchronisierten Billboards im Zentrum von Manhattan zu sehen. Im Rahmen von «Midnight Moment», einer Zusammenarbeit von Werbern und Kunstveranstaltern. Es ist eine farbenfrohe Neuauflage von Rists Video-Kunstwerk «Open My Glade», das im Jahr 2000 auf einem einzelnen Bildschirm am Times Square zu sehen war.

 

Das verschmierte Make-up, die verzerrten Gesichtszüge: So spielt Rist mit den Erwartungen an Frauen in den Medien. Ausserdem thematisiert die Künstlerin die unsichtbaren Grenzen, die Frauen auferlegt werden. «Die Person will den Bildschirm überwinden und auf den Times Square springen», beschreibt Rist ihr digitales Kunstwerk in einer Mitteilung. «Sie will aus ihrer Haut springen und mit dir verschmelzen.»

Ausstellung über 30 Jahre Kunstschaffen

Noch bis zum 15. Januar präsentiert Pipilotti Rist ihre Arbeiten im New Museum in New York. Die psychedelische Ausstellung «Pixel Forest» erstreckt sich über drei Stockwerke und beinhaltet Werke aus ihrer ganzen dreissigjährigen Karriere. (rey)

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 23.01.2017
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3 Kommentare
  • reto  moratti 10.01.2017
    Liebe Frau Rist, Gratulation!!
    Zum Glück haben die in New York nicht eine so verkorkste Anschauung was Kunst sein kann.
  • Georg  Kuster 10.01.2017
    Ich möchte mich bei den New Yorkern im Namen der gesamten Bevölkerung der Schweiz in aller Form dafür entschuldigen.
    • Thomas  Hager aus Luzern
      10.01.2017
      Nein in meinem Namen nicht! Komisch das es immer wieder Leute gibt die meinen für alle zu sprechen.