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Von den Wänden hängen Kabelschläuche, die Böden sind mit Karton bedeckt. Auch im Geschäft des Modelabels Zara sind noch Stromer, Schreiner, Gipser und Maler an der Arbeit. Sechs Firmen sind mit ihren Mitarbeitern am Ladenbau beschäftigt. Alle aus Deutschland.
Federführung hat die Schlegel Ladenbau GmbH aus Bietigheim. Die Firmen seien korrekt bei den Berner Behörden gemeldet und hielten sich an die Schweizer Vorschriften, beteuert Bauleiter Heiko Betz (41). Er gibt die Erlaubnis, mit Sub-Unternehmern und ihren Mitarbeitern zu sprechen.
Auskunftsfreudig sind diese allerdings nicht: Fragen zu den Löhnen will Frank Dockhorn, Mitinhaber der Komfort Ausbau, nicht beantworten. Das geht ihm zu «sehr ins Detail». Wissen würde er aber schon, dass er Schweizer Lohnvorschriften einhalten müsse. Auch die Mitarbeiter dürfen nicht über den Lohn befragt werden.
Keine Interviews, heisst dann auch die Weisung des zweiten Bauleiters Michael Wiching. Dazu brauche es die Genehmigung von Zara, begründet er. Und: Schliesslich mache die Baustellenkontrolle regelmässig Inspektionen. Der Berner Baustellenkontrolleur Robert Schwitter war Anfang Juli bei Zara und hat Plattenleger kontrolliert.
Das Fazit: Alles i.O. Was man wissen muss: Die Firma war mit zehn Selbständigen auf dem Bau. Und die Ich-AGs müssen sich nicht an Mindestlöhne halten. Üblicherweise arbeiten sie für 6 bis 10 Euro.
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