WEF 2009 in Davos Manager haben den Krisenkoller

  • Publiziert: 01.02.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Hannes Britschgi, Karin El Mais und Roman Seiler

Keine Ahnung, wo es langgeht: Die Elite von Wirtschaft und Politik suchte am World Economic Forum in Davos verzweifelt nach Antworten auf die Krise.

Als Banker hier zu sein, sei nicht lustig, klagte Peter Sands (47), Chef der britischen Standard Chartered Bank. Die gescheiterten Wunderknaben der Finanzwelt mussten am WEF harsche Kritik vernehmen. Sands wollte sich denn auch gar nicht zur Dauer der Krise äussern: «Wenn wir eine Lektion gelernt haben, ist es die, keine Prognosen zur Zukunft zu machen. Wir müssen bescheiden sein.» Die düstere Wirtschaftslage war das alles beherrschende Thema in Davos. Mario Moretti Polegato (57), Verwaltungsratspräsident von Geox, des zweitgrössten Schuhherstellers der Welt: «Ich kann mein Geschäft nicht mehr planen. Niemand weiss, welche Auswirkungen die Krise haben wird.»

Umso höher war der Informationshunger der Davos-Besucher. WEF-Generaldirektor André Schneider (49): «Wir hatten noch nie so viele Leute in unseren Diskussionsrunden, denn die Forumsteilnehmer wollen verstehen, was mit der Weltwirtschaft geschieht und was getan werden muss, um aus der Krise zu kommen.»

Es seien wichtige Lösungsansätze erörtert worden. «Jetzt sind die Teilnehmer gefordert. Sie müssen sie umsetzen.»

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