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Den ersten Bus haben sie völlig durchsiebt», erzählt der togoische Internationale Assimiou Touré der «Bild am Sonntag». Glücklicherweise war im vorderen Bus nur das Gepäck.
Der Leverkusen-Profi reist mit der Nati im Bus nach Angola an den Afrika-Cup, als mitten im Urwald die «Befreiungsfront für die Unabhängigkeit von Cabina» angreift und die Busse beschiesst.
Doch die Schüsse treffen auch den hinteren Bus. Ein angolanischer Fahrer, Co-Trainer Abolo Amelete und Pressesprecher Stanislas Ocloo werden getötet. Sieben Personen werden verletzt. Goalie Kodjovi Obilalé muss notoperiert werden, sein Zustand ist inzwischen stabil.
Die Fussball-Welt hält den Atem an, blickt sorgenvoll nach Südafrika, wo im Sommer die WM stattfindet. Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld mahnt: «Das darf man nicht verharmlosen.» Ludovic Magnin sagt: «Unsere Gesellschaft macht mir immer mehr Sorgen. Bezüglich der Sicherheit in Südafrika hatte ich von Anfang an Bedenken – egal, was die Fifa sagt. Daher wird mir kein Familienmitglied folgen, wenn ich nach Südafrika fahre!»
Hakan Yakin: «Die Szenen in Angola haben mich geschockt. So etwas gehört nicht zum Fussball. Ich bin erschüttert, dass im Jahre 2010 Menschen auf brutale Art versuchen, ihre politischen Interessen durchzusetzen.»
David Degen: «Das ist eine Tragödie. Schade, dass auf Kosten des Fussballs Politik gemacht wird. Wegen der WM habe ich allerdings keine Angst. Die Sicherheit wird höher sein, Afrika will sich von seiner besten Seite zeigen.»
Almen Abdi: «Der Vorfall ist extrem krass, macht sprachlos. Der Bruder meines Mitspielers Mathieu Dossevi, Thomas, war im Bus. Mathieu erzählte mir, dass die Spieler im Bus 30 Minuten lang beschossen wurden und nichts tun konnten. Zum Glück blieb sein Bruder unverletzt.»
Reto Ziegler: «Ich bin schockiert. Aber Angst wegen der
WM habe ich nicht. Vielleicht hilft der Vorfall, die Sicherheit in Südafrika noch zu verstärken.»
Marco Streller: «Ich mache mir hinsichtlich der WM vor allem Sorgen um die Sicherheit der Leute, die privat hingehen.»
Fifa-Präsident Sepp Blatter hält aber fest: «Ich habe Vertrauen in Afrika. Und diesem Vertrauen ist es auch geschuldet, dass wir gemeinsam die WM 2010 organisieren.»