Luis R. (45) erschlug seine Frau Maria (†38) Das Protokoll des Facebook-Killers

Eifersucht hat einen Namen: Luis R. (45). Zusammen mit seiner psychischen Störung war dies ein tödlicher Mix. Dies zeigt sich eindrücklich in den Chats, die er mit einer Kollegin führte. Bevor er seine Frau Maria (†38) eiskalt tötete.

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Das Paar lebte getrennt. Die Frau wollte ihn nicht mehr. Da erschlug Luis R.* (45) am 20. Mai 2013 in Möhlin AG seine Ehefrau Maria R.* († 38) eiskalt. Er schmetterte den Kopf der Restaurant-Angestellten so lange gegen eine Wand und den Boden, bis sie tot war (BLICK berichtete).

Gestern musste sich der Portugiese für den Mord vor dem Bezirksgericht in Rheinfelden AG verantworten. Die Verhandlung dauerte nur 29 Minuten, denn der Betriebsarbeiter verweigerte jede Aussage. Der Grund: Luis R. ist krank. Laut Gutachten soll er zur Tatzeit an psychischen Störungen gelitten haben – und laut Anklage sehr eifersüchtig gewesen sein. Ein gefährlicher Mix, der sich bereits vor der Tat offenbarte.

So soll Luis R. schon während der Ehe per Software den PC seiner Frau ausspioniert haben. Zudem soll er – nach der Trennung im November 2012 – unter einem fingierten Namen ein Facebook-Profil erstellt und sich monatelang als «Freundin Marta» ihr Vertrauen erschlichen haben. Nur um sie weiter fleissig auszuspionieren.

Nur einer Person vertraute sich Luis R. laut Anklage näher an: seiner Chat-Partnerin Ilda in Portugal. Ihr beschrieb er die Probleme in seiner Ehe. Als Vater hatte er vor allem Angst, dass der damals 14-jährige Sohn bei der Mutter aufwächst.

Im ersten Chat mit Ilda am 20. Oktober 2012 erahnt Luis R. die Trennung: «Jetzt gibt es in meinem Herzen nur noch Hass.» Im November 2012 zeigt sich, warum: Eifersucht. «Ich denke, sie hat schon einen anderen.»

Der Portugiese ist in den folgenden Monaten im Dauer-Chat mit Ilda. Seine Wut steigt. Am 29. April 2013 schreibt Luis R.: «Meine Rache wird Eindruck hinterlassen.» Zwei Wochen später nimmt das Selbstmitleid überhand: «Das Schlimmste ist, der Gehörnte zu sein.»

Am 19. Mai 2013 ist Luis R. nicht mehr zu helfen. Er schreibt: «Ich habe nur Lust, sie zu töten. Wenn ich eine Waffe hätte, wäre es schon heute ­Morgen.» Offenbar versucht ­seine Chat-Freundin Ilda noch, ihn von dem schrecklichen Vorhaben abzubringen. Vergeblich.

Am nächsten Morgen, dem 20. Mai 2013, fährt Luis R. zu seiner Frau – und bringt sie um. Danach geht er heim und raucht eine Zigarette auf dem Balkon. Später, um 12.27 Uhr, schreibt er Ilda: «Ich habe die Dummheit schon begangen.» Um 13.30 Uhr geht Luis R. zur Polizei und gesteht.

Die Staatsanwaltschaft wird heute vor Gericht für Luis R. zwanzig Jahre Gefängnis und eine Psychotherapie fordern. Das Urteil folgt am 10. Februar.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 04.02.2016 | Aktualisiert am 04.02.2016
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Facebook-Killer Luis R. (45) von Möhlin AG stand heute vor Gericht Rein, raus - und 20 Jahre in den Knast?

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12 Kommentare
  • stefan  Könitzer aus Frauenfeld
    04.02.2016
    Komisch, wenn ich die Social Media Kommentare und Berichte lese, gibt es so etwas in der Schweiz doch gar nicht. Sondern nur Leute, die Äpfel klauen, den Badikiosk beklauen oder andere Bagatelldelikte ausüben. Ich verstehe nix mehr.
  • Karen  Mind 04.02.2016
    Therapie? dem ist doch nicht mehr zu helfen. Ausschaffen und seine Strafe soll er in Portugal absitzen.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    04.02.2016
    Eine schreckliche Tat, dabei gibts in Porto so guten Wein, den er nicht mehr trinken kann.
  • Rolf  Gruber 04.02.2016
    Er bekommt sicher wieder ein linkes psychiatrisches Gutachten damit er möglichst rasch wieder auf Frauen losgelassen werden kann.
    • stefan  Könitzer aus Frauenfeld
      04.02.2016
      Oder die Schweiz stimmt JA ab!
  • lui  chinotto 04.02.2016
    Bitte gleich nach Portugal abschieben. Sollen die ihre kriminellen Bürger selber durchfüttern und therapieren.