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Am WEF 2010 wird es keine Teilnehmer aus Libyen geben. (Reuters)
«Solange die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen nicht normalisiert sind, wird es keine Teilnehmer aus Libyen geben», sagte Kai Bucher, Senior Media Manager des Weltwirtschaftforums in Davos. Man habe keine Personen aus Libyen eingeladen und werde allfällige Anmeldungen auch nicht entgegennehmen, sagte Bucher.
Vor zwei Wochen hatte bereits WEF-Gründer Klaus Schwab in einem Interview mit der Westschweizer Zeitschrift «Bilan» angekündigt, Einladungen nach Tripolis würden erst dann wieder verschickt, wenn die bilateralen Beziehungen im Lot seien.
Die Massnahme ist für das WEF aussergewöhnlich. Der Ausschluss bestimmter Staatsbürger stehe eigentlich im Widerspruch zur «Multi-Stakeholder»-Politik des WEF, räumt Bucher in der NZZ ein. Die Akkreditierungspraxis für Libyer gilt nur für das Jahrestreffen in Davos, nicht aber für die regionalen Treffen rund um die Welt.
Ob überhaupt jemand aus Libyen nach Davos reisen möchte, ist nicht bekannt. Am Hauptsitz des World Economic Forum in Coligny bei Genf sind bislang keine Anmeldungen eingegangen.
Am WEF 2009 war ein hochrangiger Gast aus Libyen in Davos mit dabei: Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn und mögliche Nachfolger von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi, war als einer von rund 300 «Young Global Leaders» in den Bündner Wintersportort eingeladen. Mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey führte er Gespräche über die bilaterale Krise. (SDA/hgt)
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Gaddafis Sohn Saif al-Islam Gaddafi war auch schon als Teilnehmer am WEF in Davos. (Reuters)