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«Wer keine Vierfache springt, ist kein Mann», sagt Jewgeni Pluschenko (27) nach dem Kurzprogramm selbstsicher. Doch in der Kür wird dem Russen, der als DER Favorit für Olympia-Gold gilt, das Maul gestopft: Evan Lysacek übertrumpft Pluschenko um 1.31 Punkte – ohne einen einzigen vierfachen Sprung gezeigt zu haben!
Der 24-jährige Weltmeister schafft sich mit dem 2. Zwischenrang nach dem Kurzprogramm die ausgezeichnete Ausgangslage, um die russische Sprung-Maschine vom vermeintlichen Thron zu stürzen. Für Olympia-Gold reicht Lysacek, seine Kür einfach komplett fehlerfrei zu laufen.
Pluschenko dagegen hat beim Dreifach-Axel einen Wackler und wirkt nicht so bestechend sicher wie noch an der EM in Tallinn oder hier im Kurzprogramm.
Die Sicherheit wird auch zu Stéphane Lambiels grossem Problem: Beim ersten Sprung, dem vierfachen Toeloop, greift der Schweizer bei der Landung aufs Eis. «Danach war das Vertrauen weg», kommentiert ein konsternierter Lambiel. Er habe bei jedem einzelnen Sprung und bis zum Schluss gekämpft.
Doch für eine Bestleistung fehlt ihm die Energie – und für einen Podestplatz bloss 0.51 Punkte! Diese Umstände sind für den 24-Jährigen ernüchternd und enttäuschend zugleich. Darauf angesprochen, wie seine Zukunft nun aussieht, winkt Lambiel erschöpft ab: «Ich stand gerade vor fünf Minuten auf dem Eis, und habe mir in der Zwischenzeit über alles andere Gedanken gemacht als über meine Zukunft.» Jetzt wolle er zuerst einfach nur schlafen und seine Olympischen Spiele noch zu Ende «geniessen».