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Blick: Haben Sie nach dem Rücktritt nur gefaulenzt?
Lambiel : Nein, im Gegenteil. Ich habe zwar wegen meiner Adduktoren-Verletzung zwei Monate Pause gemacht. Aber ich war sehr oft in der Physiotherapie. Dann begann ich langsam mit dem Training auf Eis. Bis ich wieder vor Publikum laufen konnte. Das ist das Grösste für mich. Die Leidenschaft fürs Eiskunstlaufen ist nie erloschen.
Das Publikum hatten Sie auch bei ihren Show-Auftritten…
Stimmt, aber ich liebe den Wettkampf und bin immer noch hungrig. Ich will an den Olympischen Spielen noch einmal zeigen, was ich kann. Meine Verletzung bereitet mir zwar noch Schmerzen. Aber dank der Physiotherapie kann ich jetzt wenigstens wieder auf höchstem Niveau trainieren.
Die Verletzung bleibt ein Thema?
Ich werde sie vermutlich immer mit mir herumtragen. Nach 20 Jahren Eiskunstlauf kann man nicht in einer Sekunde alles «reparieren». Aber ich habe viel über meinen Körper gelernt. Besonders durch die Physio. Ich weiss, dass ich mit den Schmerzen leben kann. Sofern sie nicht zunehmen, natürlich.
Was sind Ihre Ziele für Olympia?
Ganz einfach: Ich will der Beste sein, der Champion. Das war immer mein Antrieb. Dazu stehe ich. Es ist mein Ziel, es ist mein Traum. Ich will eine Revanche für Turin (Lambiel holte Silber hinter Jewgeni Pluschenko, A.d.R.)! Diesmal will ich ganz oben stehen.
Sie freuen sich also aufs Duell mit Pluschenko?
Ja, sehr. Ich mag es, wenn das Wettkampfniveau hoch ist. Ich brauche die Herausforderung.
Die Sugababes, die mit Ihnen bei Art on Ice aufgetreten sind, haben sich mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert…
Schweinegrippe? Hatte ich auch. Gut, ich war nicht beim Doktor. Aber drei unserer Show-Mitarbeiter haben sich angesteckt. Mich hats in Japan erwischt. Ich lag drei Tage flach. War alles halb so wild.
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Stéphane Lambiel: Die Zeit fürs Comeback ist reif. (Keystone)