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"Wir können mit der allmählichen Umsetzung beginnen, ohne auf die Verfassungsänderung zu warten", sagte der 80-Jährige. Mit der Reform solle jüngeren Parteikadern der Aufstieg in Regierung und Partei ermöglicht werden.
Die Amtszeitbeschränkung stellt in Kuba eine beispiellose Reform dar. Denn seit der kubanischen Revolution 1959 hatten Fidel und Raúl Castro an der Spitze Kubas gestanden - Fidel als Staats- und Parteichef, Raúl als Verteidigungsminister. 2006 hatte Raúl die Ämter von seinem fünf Jahre älteren Bruder übernommen, der wegen schwerer Krankheit die Macht abgeben musste.
Castro erteilte am Sonntag weitergehenden Forderungen nach politischen und gesellschaftlichen Reformen erneut eine Absage. Auch von einem Mehrparteiensystem wollte der Staatschef nichts wissen.
Auf das kommunistische Ein-Parteien-System zu verzichten bedeute, den Parteien des US-Imperialismus ein Einfallstor für Kuba zu öffnen. Das Ein-Parteien-System müsse gegen die "Demagogie" und gegen eine der Wirtschaft unterworfene Politik verteidigt werden, sagte Castro.
Bereits am Samstag hatte sein Stellvertreter die Botschaft der Konferenz beschrieben: "Wir setzen die notwendigen Veränderungen fort, aber ohne die kleinste Konzession an den Feind." Die Konferenz sei eine interne Veranstaltung der Partei, sagte Castro weiter.
Es war die erste Nationale Konferenz in der Geschichte des Landes, obwohl eine solche Parteikonferenz in der Verfassung als Regierungsinstrument vorgesehen ist. Die Konferenz war einberufen worden, nachdem der VI. Parteikongress im April 2011 mit seinen Leitlinien zur Wirtschaftspolitik eine "Aktualisierung" des kubanischen sozialistischen Modells eingeleitet hatte.
Diese sehen die Zulassung privater Initiative im Wirtschaftsleben des Karibikstaates vor, der seit fünf Jahrzehnten kommunistisch regiert wird. (SDA)