
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Heute wie gestern wollen und können die Mitglieder des Ku Klux Klan nicht akzeptieren, dass ein Schwarzer zum mächtigsten Mann des Landes gewählt wurde. In ihren Augen ist das ein Zeichen dafür, dass die «weisse Rasse ausstirbt». Dagegen wollen sie sich wehren: Seit Barack Obama zum US-Präsidenten gewählt wurde, hat der Ku Klux Klan enormen Zulauf erhalten. Das bestätigt auch Johnny Lee Clary, ein ehemaliger hoher Klansmann.
An einer Versammlung in Alabama hätten sich 300 neue Mitglieder eingetragen. «So etwas gab es noch nie», so Clay. Viele KKK-Mitglied seien begeistert: «Barack Obama ist das Beste, was dem KKK passieren konnte. Deswegen wächst ihre Gemeinschaft wie noch nie. Der Rassismus in den USA ist mit der Wahl Obmas noch lange nicht verschwunden.»
«Es ist ernst. Ernst genug, dass das FBI sich jetzt aktiv einschaltet, weil verschiedene KKK-Ableger konkrete Drohungen gegen Obama ausgestossen haben», warnt Clay weiter.
Weisser Smoking mit Spitzhut
Der hohe Zulauf ist das eine. Das andere die Unterstützung, die die Hassgruppierung von Neonazi-Klubs erhält: Seit August 2008 gab es zwei unabhängig voneinander operierende Gruppierungen, die einen Anschlag auf Barack Obama planten. Die Pläne waren zwar unausgegoren, aber dennoch beängstigend. Gemäss «National Geographic» wollten die Männer «in weissen Smokings und Spitzhüten» auf ihrem Todeszug so viele Schwarze erschiessen, wie sie nur konnten (Blick.ch berichtete).
Für die Armen – und Dummen
Beunruhigend findet Clay auch, dass der KKK mittlerweile Mitglieder nicht nur aus den USA rekrutiert. Derzeit sei vor allem Neuseeland im Visier des Klans. Vor allem in Auckland werde man fündig. Denn hier gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit und viele Schulabbrecher aus armen Familien.
«Der KKK hat sich schon immer an die Armen gewandt, an jene, die keine Ausbildung und keine Hoffnung haben. Hier kann der Hass am leichtesten geschürt werden», erklärt Clay, der seit zwanzig Jahren als Pastor tätig ist. (gux)