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Die Anklage lautet «Verabredung zu einem Verbrechen, Mord in Tateinheit mit Raub». Anscheinend hat der Kriminalhauptkommissar und ehemalige Bundestags-Abgeordnete einen Überfall auf einen Geldtransporter geplant. Laut den Ermittlungen wäre er dabei äusserst brutal vorgegangen.
Zusammen mit einem Freund, der früher ebenfalls Polizist war, wollte er im Raum Berlin den Fahrer eines Geldtransporters töten und dann mit einem Beil dessen Arm abhacken, um in den Besitz des angeketteten Geldkoffers zu kommen.
Doch sein «Komplize» machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Er spielte zwar mit, erzählte der Polizei aber gleichzeitig von ihrem skrupellosen Vorhaben. Als Thomas Wüppesahl in der Wohnung seines Freundes eine scharfe Waffe und das Fleischerbeil in Empfang nehmen wollte, schnappte die Falle zu. Seit Oktober sitzt der 49-Jährige in Untersuchungshaft. Er ist noch nicht geständig.
Wüppesahl sass von 1987 bis 1990 im Bundestag, erst für die Grünen, dann als fraktionsloser Abgeordneter. Er hat jedoch keine weisse Weste. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Kritischer Polizisten musste bereits einige Mal vor Gericht antraben. Im Mai wurde er unter anderem wegen Nötigung und Körperverletzung zur einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten verurteilt. Diesmal drohen ihm zehn Jahre Gefängnis