Kolumbien FARC-Rebellen wollen Opfer entschädigen

BOGOTÁ (COL) - Friedensprozess in Kolumbien: FARC will ihr Vermögen offenlegen und die Opfer des bewaffneten Konfliktes entschädigen. Die linke Guerillaorganisation dürfte in den vergangenen Jahrzehnten beträchtliche Reichtümer angehäuft haben.

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Im kolumbianischen Friedensprozess will die linke Guerillaorganisation FARC ihr Vermögen offenlegen und die Opfer des bewaffneten Konfliktes entschädigen. Das teilten die Rebellen am Samstag mit. An diesem Sonntag stimmen die Kolumbianer in einem Referendum über den Friedensvertrag zwischen der Regierung und den FARC ab.

Wird das Abkommen angenommen, werden die rund 5800 Guerilla-Kämpfer für ein halbes Jahr in 27 Zonen zusammengezogen und entwaffnet. Zu diesem Zeitpunkt will die FARC-Führung die Vermögensverhältnisse offenlegen.

Reich durch Drogenhandeln

Über wie viel Geld und Besitztümer die Rebellen verfügen, ist unklar. Allerdings dürfte die Guerillaorganisation in den vergangenen Jahrzehnten beträchtliche Reichtümer angehäuft haben.

Die Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) waren in Drogenhandel, illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt. Medienberichten zufolge sollen sich zuletzt bereits zwei Kommandanten einer abtrünnigen FARC-Einheit mit 2,5 Milliarden Pesos (840'000 Franken) abgesetzt haben. (SDA)

Publiziert am 01.10.2016 | Aktualisiert am 03.10.2016
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1 Kommentare
  • Burkhard  Vetsch 02.10.2016
    Wenn man nach über 50 Jahre Krieg noch keinen Frieden will, hab ich etwas mühe mit diesen Menschen!
    Es ist schon klar, das die FARC dabei mehr bekommt, was ihr zusteht.
    Etwas nachgeben und dann für das Land mehr heraus holen ist doch wichtiger! Ich hoffe, das es gut geht!
    Dann könnte sich Israel gleich eine Scheibe davon abschneiden.
    Wir könnten es so schön haben, wenn man Kompromisse eingehen kann. Mal gewinnt der, mal der andere!