Angst vor Anschlag Polizei nimmt Öko-Aktivisten Frittieröl ab

  • Publiziert: 13.12.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

KOPENHAGEN – Französischen Umweltaktivisten, die in einem mit Frittieröl betriebenen Bus zum Klimagipfel nach Kopenhagen gereist sind, fehlt für die Rückfahrt der Treibstoff.

«Aus Angst, wir könnten daraus Bomben bauen», habe die in höchste Alarmbereitschaft versetzte Polizei 17 Kanister mit einem Gemisch aus Pommes-frites-Fett und Diesel beschlagnahmt, sagte der Koordinator der Organisation «Fahr, meine Fritte», Grégory Gendre, gestern.

Die etwa 20 Aktivisten seien von der Armada an Polizisten «schockiert» gewesen, sagte der dänische Kameramann Robert Hermansen. Er filmte am Freitag, wie drei Kastenwagen der Polizei den Bus stoppten und durchsuchten, auf dessen Dach die Ölkanister befestigt waren.

Ihre für Donnerstag geplante Rückfahrt auf die Insel Oléron an der französischen Westküste müssen die Umweltaktivisten wohl verschieben: Laut Gendre will die Polizei lediglich 20 Liter des Frittieröls zurückgeben – und das auch erst zwei Tage nach Ende des Gipfels.

«Fahr, meine Fritte» hat deshalb die französische Vertretung in Kopenhagen um Hilfe gebeten. Seine Gruppierung habe «keine Lust, mit Krawallmachern in einen Topf geworfen zu werden», sagte Gendre. (SDA/hhs)

play Grégory Gendre von der Gruppe «Roule, ma frite» betreibt seinen Bus mit altem Frittier-Öl. Jetzt hat er ein Problem. (ZVG)

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