Die Energiespar-Tipps der SonntagsBlick-Leser: Jetzt kommt der Öko-Rechner

  • Publiziert: 15.12.2007, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Susanne Mühlemann

Nächste Runde der Aktion «Licht aus! Für unser Klima»: SonntagsBlick-Leser stellen ihre persönlichen Energie-tipps vor. Die beste Idee wird verwirklicht: ein CO2-Taschenrechner für den täglichen Gebrauch.

Die Aktion «Licht aus! Für unser Klima» wird nachwirken. Der Aufruf, für fünf Minuten das Licht zu löschen, war erfolgreich. Und der Redaktion liegen nun über 70 Energiespar-Tipps vor, geliefert von den SonntagsBlick-Leserinnen und -Lesern. Die Jury hat unter den Einsendungen die beste Idee ausgewählt. Der Entscheid fiel einstimmig: Der Vorschlag von Peter Baumgartner aus Chur wird mit einer Uhr (IWC Ingenieur) prämiert.

Sein Umwelttipp: die Konstruktion eines Taschenrechners, der die tägliche persönliche CO2-Bilanz liefert. Wie bei einer Kalorientabelle soll eine Vielzahl gängiger Aktivitäten bewertet werden. Durch Eingabe von gefahrenen Kilometern, der eingestellten Heiztemperatur usw. kann der individuelle CO2-Verbrauch errechnet werden. Der Rechner soll bei täglichen Entscheidungen helfen, beim Einkauf oder bei der Wahl des umweltfreundlichsten Transportmittels. Was die Jury nicht wusste: die Idee kommt von einem Fachmann. Peter Baumgartner (63) ist Leiter des Amts für Natur und Umwelt des Kantons Graubünden. «Es wäre toll, wenn ein solches Alltags-Gerät auf den Markt käme», meint er. SonntagsBlick hat bereits erste Schritte dazu unternommen.

Auch die anderen eingesandten Tipps können sich sehen lassen. Darunter ausgeklügelte Ideen zur Verbesserung der Energiebilanz in öffentlichen Gebäuden, aber auch simple Tipps für den Alltag. Ein Dinner bei Kerzenschein, ein Vollbad zu zweit ohne Licht, ein Abend vor dem Cheminée mit Fondue vom Rechaud: Romantik hilft beim Energiesparen. «Stellen Sie sich vor, wir alle gehen künftig täglich 15 Minuten früher als sonst ins Bett und löschen das Licht. Die Einsparung: unglaublich!», schreibt Traugott Ammon aus Grenchen SO.

Gleich mehrere Leserinnen und Leser schlagen vor, Fitnessgeräte zu konstruieren, die Bewegungsenergie in Strom umwandeln. Tatsächlich wurden solche Projekte schon ernsthaft geprüft, etwa vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ). Das Problem: «Die erzeugte Leistung ist verschwindend gering, solche Geräte sind unrentabel», so Hans Abplanalp, Leiter des Kundenzentrums des EWZ. Ein durchtrainierter Mensch kann auf einem Velo eine Leistung von 100 Watt erbringen. Das reicht knapp, um einen Rasierapparat zu betreiben, und nach 15 Minuten ist die menschliche Muskelkraft bereits erschöpft.

Geldsegen

Die Axpo hat sich im Rahmen der Aktion «Licht aus! Für unser Klima» zu einer Geldspende für Umweltzwecke verpflichtet. Diese Woche überreichte Sprecherin Daniela Biedermann einen Check über 5000 Franken an René Estermann, Geschäftsführer von Myclimate. Die Organisation hat sich dem Klimaschutz verschrieben und realisiert unter anderem innovative Umweltbildungsprojekte.

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