So wollen unsere Politiker das Klima retten? Fulvio Pelli: «Ich fahre einen kleinen BMW»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Michael Scharenberg
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ZÜRICH – «Was ist Ihr persönlicher Beitrag gegen die Klimaerwärmung?», wollte Blick.ch von den Parteipräsidenten wissen. Lesen Sie die Antworten – und schreiben Sie uns, was Sie selbst unternehmen!

Reden schwingen allein, das nützt dem Klima gar nichts. Blick.ch fragte die wichtigsten Parteipräsidenten:

Was ist Ihr persönlicher Beitrag gegen die Klimaerwärmung?

Hier die Antworten:

Martin Bäumle, Grünliberale: «Ich fliege möglichst wenig – und kaufe dann immer CO2-Kompensation. Mit meinem BMW 323 fahre ich höchstens 4000 km im Jahr, möglichst mit Mitfahrern. Am liebsten benutze ich ÖV UND Velo.»

Blick.ch rechnete nach: 4000 km mit einem BMW 323 pusten ungefähr 860 kg CO2 in die Atmosphäre.

Toni Brunner, SVP: «Ich reise nicht nach Kopenhagen. Und spare so CO2. Ganz einfach.»

Christophe Darbellay, CVP: « Ich habe ein GA. Das amortisiere ich im Jahr 5 Mal. In meinem Haus gibts nur Elektrogeräte der Effizienzklasse A+ und A++.»

Hans Grunder, BDP: «Ich heize mein Haus klimafreundlich mit einer Wärme-Pumpe. 100000 Franken habe ich dafür investiert. In zehn Jahren sollte das amortisiert sein.»

Christian Levrat, SP: «Ich setze in meinem Haus gut isolierende Fenster ein, für 20000 Franken. Mit meinem Peugeot 307 fahre ich möglichst wenig, denn endlich haben wir eine S-Bahn in Freiburg

Nachgerechnet: 10000 km mit einem Peugeot 307 pusten bis zu 1800 kg CO2 in die Luft.

Ueli Leuenberger, Grüne: «Bei mir gibts nur Sparlampen und Geräte mit automatischer Abschaltung. Ich habe kein Auto, ich fahre ÖV und Velo.»

Fulvio Pelli, FDP: «Ich leiste nur einen kleinen Beitrag. Wie wir alle. Ich fahre nur einen kleines Auto, einen BMW 320d.»

Nachgerechnet: Aus dem Tessin dürfte Pelli viel mit dem Auto unterwegs sein. Mit seinem 320d belastet er bei 40000 km im Jahr (vorsichtig geschätzt) unsere Atmosphäre mit rund 6600 kg CO2.

Und was machen Sie selbst konkret gegen die Klimaerwärmung? Schreiben Sie uns. Für den besten Beitrag gibts einen myclimate-Gutschein zur CO2-Kompensation (siehe Box rechts).

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Puff am Klimagipfel

Überraschung in Kopenhagen: Die Präsidentin der Uno-Klimakonferenz in Kopenhagen, Connie Hedegaard, hat zwei Tage vor dem Ende der Konferenz ihren Rücktritt erklärt. Der dänische Ministerpräsident Lars Loekke Rasmussen hat offiziell die Verhandlungsführung beim Kopenhagener Weltklimagipfel übernommen. Die bisherige Leiterin, Umweltministerin Connie Hedegaard, wird von jetzt an die informellen Konsultationen führen. Die Verhandlungen stocken nicht nur wegen inhaltlicher Streitigkeiten, sondern auch wegen Klagen einiger Delegationen wie Brasilien und China an der Verhandlungsführung. Sie werfen den dänischen Gastgebern mangelnde Objektivität und Intransparenz vor.

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