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Seit Tagen behaupten die Behörden in Niederösterreich, nichts von eventuellen früheren Straftaten des Verdächtigten im Inzest-Fall von Amstetten zu wissen. Doch jetzt sind weitere Dokumente über die Vergangenheit von Josef Fritzl aufgetaucht: Die «Oberösterreichischen Nachrichten» zitieren aus dem Jahresbericht der Polizei Linz von 1967. Neben dem Vorwurf der Vergewaltigung einer damals 24-Jährigen im Oktober wird darin erwähnt, dass Fritzl bereits im September versucht habe, eine 21-Jährige beim Spazieren in den Wald zu zerren und zu vergewaltigen. Ausserdem soll Josef Fritzl damals auch wegen Exhibitionismus polizeilich registriert gewesen sein. Die Akten lagen bereits im Oberösterreichischen Landesarchiv.
Strafverteidiger Rudolf Mayer versucht jetzt, ein Motiv für die grausamen Taten des Inzest-Vaters von Amstetten zu finden: «Josef Fritzl wird als Horror-Bestie und Sex-Tyrann dargestellt. Meine Aufgabe ist es, ihn als Menschen zu zeigen», sagt Mayer gegenüber «Spiegel.de». Über Fritzls Herkunft, seine Eltern und seine Kindheit ist wenig bekannt. Mayer versucht nun zu ergründen, warum Fritzl das Leben seiner Familie auf so brutale Weise zerstörte.
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Josef Fritzl: Löst Unverständnis aus mit seiner Horror-Tat. (AP)