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Der 10. Januar ist noch keine Minute alt, da fordert das neue Rauchverbot schon sein erstes Opfer. Eben noch zog ein 22-Jähriger in einer Bar in Neapel genüsslich an seiner Zigi, schon ist er umgerechnet 42 Franken leichter. Da hilft alles «mamma mia» und «ma dai» nichts. Von heute an blecht, wer in Italien an einem öffentlichen Ort mit einem Glimmstängel erwischt wird.
Und sogenannte öffentliche Orte hat es in bella Italia viele: Denn darunter fallen nicht nur Restaurants, Bars, Cafés und Discos sondern auch Büros, Spitäler und öffentliche Verkehrsmittel. Kleine Raucheroasen gibt es allerdings schon noch – vorausgesetzt der Wirt oder Restaurantbesitzer hat eigens ein abgetrenntes Raucherstübli mit Klimaanlage eingerichtet. Wenn das fehlt, kennt das italienische Verbot, das europaweit eines der strengsten ist, kein Pardon.
Doch es kommt noch dicker – zumindest für die Wirte. Das neue Anti-Rauchergesetzt nimmt sie besonders hart an die Kandare: Sie sind nämlich verpflichtet, illegale Raucher der Polizei zu melden. Tun sie das nicht, werden sie zur Kasse gebeten: Bis zu 2200 Euro (3404 Franken) Busse «dürfen» sie dann hinblättern (Blick Online berichtete). In Neapel musste ein Barbesitzer schon mal umgerechnet 77 Franken Busse zahlen, weil er kein Rauchverbotsschild aufgehängt hatte.
Kein Wunder, sorgt das Rauchverbot nun für rauchende Köpfe. Die Wirte befürchten Geschäftseinbussen, die Raucher fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt. In Mailand gingen wegen der neuen Regelung vergangene Nacht 200 Paffer auf die Strasse, um für ihr Laster zu demonstrieren. Obs was nützt, mag bezweifelt werden.