Irres Verbot an Zürcher Schulen Diese Badekappe trägst du nicht!

An Zürcher Schulen sind italienische Badekappen verboten, obwohl sie bequemer sind. Blöderweise werden die Haare aber nass.

Weil die Haare nass werden: Linas Stoffbadekappe ist nicht erwünscht, sie muss eine aus Gummi tragen. play

Weil die Haare nass werden: Linas Stoffbadekappe ist nicht erwünscht, sie muss eine aus Gummi tragen.

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Lina* (9) verbrachte die Sommerferien auf Sardinien. Um auf der italienischen Insel im Pool schwimmen zu dürfen, kauften ihr die Eltern eine rosarote Badekappe für drei Euro. «Die ist superbequem», sagte Lina, «die trage ich im Schwimmunterricht.»

Paul* (7) war in Apu­lien (I) in den Ferien. Dort erhielt er eine gelb-weisse Bademütze aus Stoff. Sie spannt weniger als die Kappe aus Gummi, die Paul bisher am Zürcher Schulhaus Altweg beim Schwimmen trug. Er nahm die italienische Kappe mit heim. Sie würde ihn nicht schmerzen.

Das Badeglück der beiden Zürcher Kinder endete jäh in der ersten Schulwoche. Italienische Kappen – bequem, praktisch, schön – sind in Zürich verboten. «Diese Badekappe darfst du nichttragen», befahl Linas Schwimmlehrerin im Zürcher Quartier Seefeld. Sie soll sich bei ihr eine neue kaufen – für drei Franken. Als Lina eine Woche später ein zweites Mal mit der italienischen Kappe im Bad erschien, stellte die Schwimmlehrerin sie vor der Klasse bloss. Sie sagte: «Linas Badekappe ist aus Stoff, das ist schlecht für euch!» Lina errötete.

Haare der Kinder dürfen nicht nass werden!

Auf der anderen Seite der Stadt, in Albisrieden, erging es Paul ähnlich: Auch er musste eine neue Gummikappe kaufen. Begründung in beiden Fällen: Der italienische Stoff sauge zu viel Wasser auf, die Haare würden nass. Die Kinder verlören zu viel Zeit, diese zu föhnen.

Kappen halten Haare von Filtern fern. Wer sie trägt, den lenken nach dem Tauchen keine tropfenden Strähnen vom Schwimmen ab. Beide Ansprüche erfüllen italie­nische Mützen ebenfalls tadellos.

Ob Zürichs Schulkinder überhaupt Badekappen überziehen müssten, liege in der Kompetenz der Schwimmlehrer, sagt ­Ralph König (47) von der Abteilung Schulsport im Sportamt der Stadt Zürich. «Die meisten sind für das Tragen von Badekappen.» Zumal dann die Haare kleine Schwimmer weniger störten. Ein spezielles Modell schreibt das Sportamt jedoch nicht vor.

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 04.09.2016 | Aktualisiert am 04.09.2016
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20 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    05.09.2016
    Am optimalsten ist es zu tauchen mit einem kahlrasierten Kopf. Es gibt keine Haare zu föhnen, man bleibt in den Wasser-Ansaug-Vorrichtungen nicht hängen, die Lehrerin kann keine Plastikkappe verkaufen und bei Rettungsaktionen kann man nicht an den Haaren herabgezogen werden.
  • Patrick  Müller aus steffisburg
    05.09.2016
    Wenn das eine Lehrpersonen meine Kinder gesagt hätte da würde ich Lachen und mein Kind weiterhin mit der bequemen Badekappe in den Unterricht schicken. Dies geht eindeutig zu weit in die Privatsphäre der Schüler/innen.
  • Peter  Möckli 04.09.2016
    Ich habe mal als kleiner Bub eine Badekappe getragen. Seither nie mehr. Weder im Schulschwimmen noch sonst. Und ich habe die Haare nie gefönt, sondern an der Luft trocknen lassen. Krank wurde ich deswegen nie. Ich wüsste auch keine logische Erklärung, warum nasse Haare krank machen sollten. Und das mit dem Tauchen ist auch Unsinn, da kann man ja die Haare bei Bedarf aus dem Gesicht nehmen, schon stört keine tropfende Strähne beim Schwimmen.
  • Christoph   Reber 04.09.2016
    Nur fönen?
    Die Girlies müssen nach der Schwimmstunde noch die Schminke erneuern und den Lidstrich nachtragen!
  • Rolf  Wysshaar 04.09.2016
    Kein Wunder verdimmen die Kinder, bei solchem Lehrpersonal mit diesen Problemen!