Abu Ghraib: Die USA fürchten Englands Folter-Album
WASHINGTON – Ihre Bilder aus Abu Ghraib schockierten die Welt und machten sie zur Folterhexe: Lynndie England (26). Doch damit nicht genug: Die Ex-Soldatin will noch 800 weitere Fotos haben.
Von Raphael Diethelm | Aktualisiert um 17:29 | 17.06.2009

Einen nackten Gefangenen an der Leine: die 21-jährige US-Soldatin im Krieg. (AP)
Eine schwarze Wolke braut sich über dem Weissen Haus zusammen: Lynndie England, die Folterhexe von Abu Ghraib, besitzt noch 800 weitere Bilder aus ihrem Dienst im Irak. Das sagte die Amerikanerin in einem Interview mit der «Daily Mail». Laut ihrem Verteidiger sind darauf auch nackte Brüste einer Irakerin oder verwundete Saddam-Soldaten zu sehen.
Die 800 Fotos würden – wie die bisher bekannten (siehe Diashow) – die US-Truppen im Irak in grosse Gefahr bringen. Ihre Veröffentlichung könnte der Regierung Obama noch grösseren Schaden zufügen, als Vorgänger Bush erlitten hatte. Der Hass gegen Amerika würde geschürt, Terroristen hätten neues Propaganda-Material.
Das weiss auch Lynndie England, die mit ihrem Fotoalbum aus dem Irak-Krieg zur tickenden Zeitbombe für ihr Heimatland wird. Und das grosse Geld wittert, wie ihr Biograf Gary Winkler befürchtet: Die Folterhexe könnte die Bilder an den Höchstbietenden verkaufen!
Liebe macht blind – und brutal
Sorry, schreibt die «Daily Mail» weiter, sei nicht in Lynndie Englands Wortschatz. Dafür die Liebe: «Ich war geblendet von der verrückten Liebe zu Charles Graner», sagt sie im Interview. Mit dem Ex-Marine hatte England Sex hinter den Mauern von Abu Ghraib, gebar später den gemeinsamen Sohn Carter (4).
«Ich weiss, dass mich Graner manipuliert hat, doch ich hätte alles getan, was er mir sagte.» Dazu gehörte das Posieren mit den gefolterten Irakern, welche der damals 21-Jährigen ab Oktober 2003 anvertraut wurden. «In meinen Augen waren sie der Feind, die andere Seite. Was passiert ist, passiert im Krieg.»
Albträume statt einer Entschuldigung
Die Folterhexe weiss, dass man immer noch auf eine Entschuldigung wartet – vergeblich: «Ich stand nur dabei. Eine Entschuldigung wäre ein Geständnis, und ich bin unschuldig.» Lynndie England wird nach wie vor von Albträumen geplagt: «Du kannst nicht Leute um ihr Leben schreien hören und dann nicht davon träumen», sagt die Ex-Soldatin.
Die 26-Jährige lebt heute mit ihrem Sohn bei ihren Eltern im US-Bundesstaat West Virginia. Nach drei Jahren Gefängnis darf sie keine Waffe mehr tragen, musste ihr Hobby, die Eichhörnchen-Jagd, aufgeben. England findet keinen Job – und braucht Geld. Darum hofft sie, dass sich ihre Biografie «Tortured» (Gefoltert) gut verkauft.
Die 800 Fotos würden – wie die bisher bekannten (siehe Diashow) – die US-Truppen im Irak in grosse Gefahr bringen. Ihre Veröffentlichung könnte der Regierung Obama noch grösseren Schaden zufügen, als Vorgänger Bush erlitten hatte. Der Hass gegen Amerika würde geschürt, Terroristen hätten neues Propaganda-Material.
Das weiss auch Lynndie England, die mit ihrem Fotoalbum aus dem Irak-Krieg zur tickenden Zeitbombe für ihr Heimatland wird. Und das grosse Geld wittert, wie ihr Biograf Gary Winkler befürchtet: Die Folterhexe könnte die Bilder an den Höchstbietenden verkaufen!
Liebe macht blind – und brutal
Sorry, schreibt die «Daily Mail» weiter, sei nicht in Lynndie Englands Wortschatz. Dafür die Liebe: «Ich war geblendet von der verrückten Liebe zu Charles Graner», sagt sie im Interview. Mit dem Ex-Marine hatte England Sex hinter den Mauern von Abu Ghraib, gebar später den gemeinsamen Sohn Carter (4).
«Ich weiss, dass mich Graner manipuliert hat, doch ich hätte alles getan, was er mir sagte.» Dazu gehörte das Posieren mit den gefolterten Irakern, welche der damals 21-Jährigen ab Oktober 2003 anvertraut wurden. «In meinen Augen waren sie der Feind, die andere Seite. Was passiert ist, passiert im Krieg.»
Albträume statt einer Entschuldigung
Die Folterhexe weiss, dass man immer noch auf eine Entschuldigung wartet – vergeblich: «Ich stand nur dabei. Eine Entschuldigung wäre ein Geständnis, und ich bin unschuldig.» Lynndie England wird nach wie vor von Albträumen geplagt: «Du kannst nicht Leute um ihr Leben schreien hören und dann nicht davon träumen», sagt die Ex-Soldatin.
Die 26-Jährige lebt heute mit ihrem Sohn bei ihren Eltern im US-Bundesstaat West Virginia. Nach drei Jahren Gefängnis darf sie keine Waffe mehr tragen, musste ihr Hobby, die Eichhörnchen-Jagd, aufgeben. England findet keinen Job – und braucht Geld. Darum hofft sie, dass sich ihre Biografie «Tortured» (Gefoltert) gut verkauft.
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