US-Rückzug: Iraker feiern mit Pauken und Trompeten
BAGDAD – Historischer Tag: Die US-Soldaten haben sich rund sechs Jahre nach ihrem Einmarsch vollständig aus den Städten und Dörfern des Iraks zurückgezogen.
Aktualisiert um 18:09 | 30.06.2009
Sie bezogen Stützpunkte ausserhalb der Ortschaften und stehen dort bereit, den irakischen Truppen beizustehen, wenn diese es wünschen. Der vollständige Abzug der momentan noch rund 134´000 US-Soldaten ist für Ende 2011 geplant. Dann sollen rund 500´000 irakische Polizisten und 250´000 irakische Soldaten die Verantwortung für die Sicherheit im Land tragen.
Der irakische Präsiden Dschalal Talabani würdigte die von den USA erbrachten «Opfer»: «Sie haben die Last und die Gefahren getragen im Kampf gegen das grausamste Regime und gegen den gemeinsamen Feind den Terror», sagte er im staatlichen Fernsehen.
Ministerpräsident Nuri el Maliki kritisierte «die Skeptiker, die nicht geglaubt haben, dass die Iraker selbst für ihre Sicherheit sorgen können». Er warnte zugleich diejenigen, die von einer ewigen Besatzung des Landes ausgegangen seien, dies als Vorwand für ihren Widerstand und das Töten unschuldiger Menschen zu benutzen.
«Gott sei Dank vorbei»
Vor Kommandanten der irakischen Polizei und Armee sagte er: «Die Terroristen greifen die Einheit des irakischen Staates und seines Volkes an. Sie versuchen, den Konflikt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen wieder anzufachen, indem sie mal in den Vierteln der einen und mal in den Vierteln der anderen Anschläge verüben. Aber Gott sei Dank ist dieser Konflikt beendet.»
Nachdem am Montagabend zehntausende Iraker in Bagdad ausgelassen den Abzug gefeiert hatten, blieben die Strassen am Dienstag weitgehend leer. Die Regierung hatte den Tag zum nationalen Feiertag erklärt.
Süssigkeiten und Blumen
In Bagdad und Kerbela wurden Süssigkeiten auf den Strassen verteilt. Polizeibeamte fuhren mit geschmückten Autos durch die Stadt. In Tikrit, der Heimatstadt von Ex-Diktator Saddam Hussein, war eine grosse Parade der irakischen Armee geplant. (SDA/bih)
Der irakische Präsiden Dschalal Talabani würdigte die von den USA erbrachten «Opfer»: «Sie haben die Last und die Gefahren getragen im Kampf gegen das grausamste Regime und gegen den gemeinsamen Feind den Terror», sagte er im staatlichen Fernsehen.
Ministerpräsident Nuri el Maliki kritisierte «die Skeptiker, die nicht geglaubt haben, dass die Iraker selbst für ihre Sicherheit sorgen können». Er warnte zugleich diejenigen, die von einer ewigen Besatzung des Landes ausgegangen seien, dies als Vorwand für ihren Widerstand und das Töten unschuldiger Menschen zu benutzen.
«Gott sei Dank vorbei»
Vor Kommandanten der irakischen Polizei und Armee sagte er: «Die Terroristen greifen die Einheit des irakischen Staates und seines Volkes an. Sie versuchen, den Konflikt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen wieder anzufachen, indem sie mal in den Vierteln der einen und mal in den Vierteln der anderen Anschläge verüben. Aber Gott sei Dank ist dieser Konflikt beendet.»
Nachdem am Montagabend zehntausende Iraker in Bagdad ausgelassen den Abzug gefeiert hatten, blieben die Strassen am Dienstag weitgehend leer. Die Regierung hatte den Tag zum nationalen Feiertag erklärt.
Süssigkeiten und Blumen
In Bagdad und Kerbela wurden Süssigkeiten auf den Strassen verteilt. Polizeibeamte fuhren mit geschmückten Autos durch die Stadt. In Tikrit, der Heimatstadt von Ex-Diktator Saddam Hussein, war eine grosse Parade der irakischen Armee geplant. (SDA/bih)
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