WASHINGTON «Die Iraner sollten nicht versuchen, die Wahlen unrechtmässig zu beeinflussen», sagte George W. Bush gegenüber dem arabischen TV-Sender Al Arabija. Auch an die syrische Regierung seien «sehr klare Botschaften» gesandt worden, dass sie sich nicht einmischen solle.
Der US-Präsident äusserte sich auch zum Atomstreit mit Iran. Dabei kam er von seiner Kriegsdrohung ab. «Ich denke, wir können dieses Problem diplomatisch lösen.»
Noch mindestens ein Jahr müssten die US-Truppen im Irak bleiben, sagte Bush im gleichen Interview. Erst dann sei damit zu rechnen, dass die irakischen Truppen selbst für Sicherheit sorgen könnten.
Architekt des Irak-Kriegs tritt ab
Aktualisiert um 09:10 | 27.01.2005
WASHINGTON – Douglas Feith ist einer der ganz aggressiven Falken im Pentagon. Er hat den Irak-Krieg angestossen. Jetzt will der Kriegstreiber seinen Posten räumen.
Pentagon-Chef Rumsfeld und US-Präsident Bush verlieren mit Feith einen aggressiven Falken im Team. (AP)
Douglas Feith gilt als Architekt des Präventivkrieges gegen den Irak und ist einer der wichtigsten Vordenker der strikten US-Verteidigungspolitik. Jetzt mag er nicht mehr. Bis spätestens im Sommer will der Pentagon-Staatssekretär zurücktreten. Die Nummer drei im Verteidigungsministerium will mehr Zeit für die Familie haben.
Der neokonservative Denker leitete unter Donald Rumsfeld vier Jahre lang das «Office for Special Plans». Sein Büro sammelte vor dem Feldzug im Zweistromland Informationen über angebliche Massenvernichtungswaffen und leitete die Informationen an das Weisse Haus weiter. Mit dieser Arbeit unterstützte Feith die offizielle Begründung für den Krieg – die sich nie bewahrheitete. Die Suche nach derartigen Waffen wurde mittlerweile erfolglos eingestellt.
Feith wolle in die Privatwirtschaft wechseln, sagte Pentagon-Chef Rumsfeld. Er habe den Staatssekretär aber gebeten zu bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sei. Die Suche habe noch nicht begonnen.
Douglas Feith ist der bisher höchstrangige Pentagon-Mitarbeiter, der nach der Wiederwahl von Präsident George W. Bush seinen Posten räumt. Rumsfeld selbst war von Bush gebeten worden, auf seinem Posten zu bleiben. Es halten sich aber hartnäckige Spekulationen, dass der Verteidigungsminister spätestens in zwei Jahren abgelöst wird.
Der neokonservative Denker leitete unter Donald Rumsfeld vier Jahre lang das «Office for Special Plans». Sein Büro sammelte vor dem Feldzug im Zweistromland Informationen über angebliche Massenvernichtungswaffen und leitete die Informationen an das Weisse Haus weiter. Mit dieser Arbeit unterstützte Feith die offizielle Begründung für den Krieg – die sich nie bewahrheitete. Die Suche nach derartigen Waffen wurde mittlerweile erfolglos eingestellt.
Feith wolle in die Privatwirtschaft wechseln, sagte Pentagon-Chef Rumsfeld. Er habe den Staatssekretär aber gebeten zu bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sei. Die Suche habe noch nicht begonnen.
Douglas Feith ist der bisher höchstrangige Pentagon-Mitarbeiter, der nach der Wiederwahl von Präsident George W. Bush seinen Posten räumt. Rumsfeld selbst war von Bush gebeten worden, auf seinem Posten zu bleiben. Es halten sich aber hartnäckige Spekulationen, dass der Verteidigungsminister spätestens in zwei Jahren abgelöst wird.
Bush warnt Iraks Nachbarn
Rumsfeld erwartet noch mehr Gewalt
WASHINGTON – Pentagon-Chef Donald Rumsfeld und John Abizaid, Chef des US-Zentralkommandos, erwarten auch nach der Wahl im Irak «harte Kämpfe». Er denke, dass die Intensität der Anschläge durch Rebellen gleich bleibe oder sogar noch leicht zunehme, sagte Rumsfeld. In den Wochen nach dem Wahlgang könne es zu einer Phase der «Uneindeutigkeit und Turbulenz» kommen, da das demokratische System im Irak noch «nicht reif» sei.
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