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Als Bob Parsons (61) abdrückt, ist er fest davon überzeugt etwas Gutes zu tun. «Von allem, was ich tue, lohnt sich das am meisten», wird er später sagen. Parson hat gerade mitten in Zimbabwe einen Elefanten abgeknallt.
Der Chef und Gründer von Godaddy.com dem weltgrössten Anbieter von Domainregistrierungen im Internet, war im März im afrikanischen Land auf Grosswildjagd. Ziel des nächtlichen Einsatzes in Labola war es eine Herde von Elefanten zu vertreiben. Diese, so Parsons, würden das Getreide der Dorfbauern wegfressen und den Hunger der Menschen verursachen.
Elefant wird zu AC/DC zerstückelt
Diese Aktion liess der Selfmade-Milliardär filmen und stellte das Video letzte Woche aufs Netz. Zu sehen sind Schüsse im Dunkeln auf einen Elefanten, Bob Parsons der später vor dem toten Tier posiert und am Ende zerteilen Dorfbewohner den Riesen zum AC/DC-Song Hell Bells.
Bob Parsons persönliches Fazit: «Die Bullen kamen nicht zurück. Die Ernte ist gerettet. Viele hungrige Dörfler essen.»
Mit der Veröffentlichung seines Videos löste er in den USA ein Sturm der Entrüstung aus. Auf Twitter und in Internetforen wird er als «krank» beschimpft. Andere fordern ihn zum Duell auf: «Bob, warum kommst du nicht bei mir vorbei? Hmm? Ich denke auch ich habe eine Schrotflinte für Eindringlinge.» Diverse Facebook-Gruppen rufen zudem zum Boykott von Godaddy auf.
Abschuss legal und zur Konfliktlösung
Doch Parsons sieht kein Grund sich zu entschuldigen. Er sieht sich im Recht. Der Abschuss geschah legal und diente der Deziemierung des Elefantenbestandes. In einigen Gegenden Afrikas hat die Population der Dickhäuter tatsächlich stark zugenommen und führt deshalb immer wieder zu Konflikten mit den heimischen Bauern. Viele Wissenschaftler sehen jedoch das Einzäumen von Feldern als sinnvoller an, als die Tiere zum Abschuss frei zu geben.
Kein Zeichen von Reue
Seine Aktion hat Parsons bereits einen zweifelhaften Preis eingebracht. Die Tierschutzorganisation Peta zeichnete ihn mit dem Titel «Widerwärtigsten CEO des Jahres» aus.
Das lässt den Grosswild-Jäger kalt. Gegenüber dem TV-Sender Fox sagt er: «Ich schäme mich nicht dafür, was ich getan habe.» Nächstes Jahr wolle er wieder «Problemelefanten» jagen.