Internationaler Turnverband verbietet Vierfachsalto Lebensgefahr für Männer!

Der Internationale Turnverband (FIG) verbietet den Vierfachsalto. Zu gefährlich sei er für die Turner. Ausgenommen von dieser Regel: Frauen.

Der Ukrainer Igor Radiwilow mit seinem Vierfachsalto an den Olympischen Spielen in Rio 2016. play
Der Ukrainer Igor Radiwilow mit seinem Vierfachsalto an den Olympischen Spielen in Rio 2016. EPA/TATYANA ZENKOVICH

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Igor Radiwilow riskierte sein Leben, um das Publikum an den Olympischen Spielen in Rio zu begeistern. Der 24-jährige Ukrainer zeigte im Sprungfinal 2016 als Erster den Vierfachsalto über den Sprungtisch – und landete auf seinem Hintern (BLICK berichtete).

Genauso gut hätte er auch auf dem Kopf landen können. Mit fatalen Folgen. Deshalb setzt der Internationale Turnverband (FIG) diesen waghalsigen Versuchen ein Ende.

Turnerinnen sind nicht in Gefahr

Der Verband verbietet im neuen Kampfrichtercode den Vierfachsalto am Sprung, wie laut «tagesanzeiger.ch» aus einem Schreiben der FIG an die Landesverbände hervorgeht. Zum Wohl der Turner.

Um die Turnerinnen scheint sich der Dachverband weniger den Kopf zu zerbrechen. Ihr schwierigster Sprung, der Dreifachsalto, wird nämlich nicht analog zum Männer-Code verboten. Bei den Turnerinnen braucht die Vernunft keine Regulierung. Denn: Zu wenige Frauen würden den Risikosprung überhaupt erst versuchen. (voi)

Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 04.12.2016
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4 Kommentare
  • Enri  Co 23.11.2016
    Ist doch schön, dass mal ein Verband auf die Bremse tritt. In allen Spitzensportarten sind die Grenzen den Möglichen (und teilweise die Grenzen des Wahnsinns) einfach erreicht. Auch wenn natürlich das Streben nach noch schneller, noch höher, noch weiter in irgendeiner Form weitergehen wird.
  • Renato  Guntli 23.11.2016
    Laut Bildunterschrift aufgenommen im Jahr 2106?

    Will ein Sportler den 4-fach-Salto wagen, muss er üben. Das gilt schon beim Einfach-Salto; auch hier ist das Verletzungsrisiko gross.
    Dann schauen wir mal zum Turm- oder Klippenspringen: auch hier findet man gefährliche Figuren. Bei vielen weiteren Sportarten ebenfalls.
    Immer alles verbieten? Nein! Der Sportler ist mündig und urteilsfähig: eigene Entscheidung!
  • Concolor  Shalako 23.11.2016
    Wenn es eine Frau gewesen wäre die den Vierfach Salto auf dem Gesäss gelandet wäre, würde der Verband den Salto für Frauen verbieten? Eine sehr fragwürdige Entscheidung...Entweder für beide Geschlechter verbieten oder gar nicht.
    • Sarah  Keller 23.11.2016
      Die beiden Geschlechter machen aber nicht dasselbe: Weder vom Sprung her, noch wie beschrieben von der Risiko-"Freude" her. Immer zuerst lesen und dann motzen! Das Ganze ist ja nur Vernunftssache - Fachleute wollen jungen, männlichen Turnern mit kritischem Risikobewusstsein nur ersparen, überdurchschnittlich oft ihr noch langes Leben als Tetraplegiker verbringen zu müssen. Warum das jetzt gleich wieder als Geschlechterkampf-Sache fehlinterpretiert werden muss, wissen wohl nur Sie.