«Ich schwöre»

  • Publiziert: 20.01.2009, Aktualisiert: 08.02.2012

WASHINGTON – Ein Moment, der für Hühnerhaut sorgt: Barack Hussein Obama hat den Eid geleistet, der ihn zum mächtigsten Mann der Welt macht.

Sein Gesicht ernst, seine Hand auf der altehrwürdigen Bibel seines politischen Vorbildes Abraham Lincoln, spricht Obama die Worte, die ihn zum amerikanischen Präsidenten und mächtigsten Mann der Welt machen: «Ich, Barack Hussein Obama, gelobe feierlich, dass ich pflichtgetreu das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten ausüben werde und mit allem, was in meiner Macht steht, die Verfassung der Vereinigten Staaten bewahren, schützen und verteidigen werde.»

Seine Frau Michelle hielt die Bibel. Obama selbst bestand darauf, bei der Vereidigung auch seinen arabischen Zweitnamen Hussein zu erwähnen, der ihm im Wahlkampf manchen Spott eingebracht hatte.

Eine neue Ära der Verantwortung

Jetzt ist in den USA die Ära der neuen Verantwortung angebrochen. Das sagte Obama auch in seiner rund 20-minütigen, anschliessenden Rede: Die «Ich-zuerst-Mentalität» habe den USA geschadet und zur aktuellen Wirtschaftskrise beigetragen. «Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, (...) sind ernst, und sie sind zahlreich», sagte Barack Obama. «Sie werden nicht leicht oder kurzfristig zu meistern sein. Aber wisse, Amerika: Wir werden sie meistern.»

Bush ist weg

Der scheidende US-Präsident George W. Bush hat unmittelbar vor der Vereidigung seines Nachfolgers Barack Obama dem Weissen Haus in Washington Lebewohl gesagt. Bush verliess das Gebäude gemeinsam mit Obama, um diesen zur Vereidigung zum Kapitol zu begleiten. Im Anschluss an die Zeremonie sollten Bush und seine Frau Laura mit dem Helikopter abgeholt und zum Andrews- Luftwaffenstützpunkt gebracht werden. Von dort bringt ein Luftwaffenjet sie heim nach Texas.

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