Andy Murray «Ich kann heulen wie Roger, aber nicht so gut Tennis spielen!»

  • Publiziert: 31.01.2010, Aktualisiert: 10.02.2012
  • Von Wladimir Steimer

MELBOURNE – Andy Murray (22) zeigt sich nach dem verlorenen Final an den Australian Open gegen King Roger als grosser Verlierer. Die Tränen kann er aber trotzdem nicht zurückhalten.

Mit zittriger Stimme greift der 22-jährige Schotte nach seinem zweiten (verlorenen) Grand-Slam-Final (3:6, 4:6 und 6:7) gegen Maestro Roger Federer zum Mikrofon. «Gratulation an Roger», beginnt er, «er war einfach viel besser als ich heute!»

Wo er Recht hat, hat er Recht. Dann kommt ihm langsam in den Sinn, dass ganz Grossbritannien sich einen Sieg von ihrem besten Tennisspieler erhofft hat. Und mit diesem Gedanken schiessen Tränen in seine Augen: «Es tut mir leid, Leute!»

Als er sich fängt, kann sich Murray dann doch ein Schmunzeln nicht verkneifen. Rührend fügt der junge Mann aus dem schottischen Dunblane an: «Seht ihr, ich kann heulen wie Roger, aber leider nicht Tennis spielen wie er!»

Dann will Murray eigentlich noch ein paar Sätze zum Match verlieren. Doch er findet keine Worte mehr: «Ach komm, ich bin fertig», sagt ein grosser Verlierer und überlässt Tennis-König Federer das Mikrofon.

Dieser – fairer Sieger wie immer – macht dem Schotten in diesem schwierigen Moment Mut: «Du bist zu gut, um keinen Grand-Slam zu gewinnen. Mach dir keine Sorgen Andy!»

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