«Völlig überrascht von diesem Preis» Huggel bläst zum WM-Sturm

  • Publiziert: 07.47 Uhr, Aktualisiert: 10.02.2012
  • Von Max Kern und Andreas Böni

Die Ehrung kommt spät, aber sie kommt: Nati-Oldie Huggel (bald 33) ist Credit Suisse Player of the Year. Eine Ehrung, die ihn «einfach freut».

«Ja, was soll ich sagen?», stammelt ein sichtlich gerührter Benjamin Huggel an der 13. Nacht des Schweizer Fussballs zu BLICK. «Es freut mich einfach, dass so viele Leute für mich abgestimmt haben.»

Minuten zuvor hat der Basler Leithammel im Kursaal Bern aus den Händen von Rolf Bögli, Chef Schweizer Private Banking bei Nati-Hauptsponsor Credit Suisse, den begehrten Pokal erhalten, der ihn zum besten Spieler der Nati kürt!

33 Jahre alt wird Huggel vier Tage vor dem WM-Final. Wie erklärt er sich, dass er erst jetzt im gesetzten Fussballer-Alter die Wertschätzung erhält, die er schon länger verdient? Huggel überlegt kurz. «Es freut mich einfach.»

Die WM-Qualifikation im letzten Herbst erreichte er als unbestrittener Führungsspieler unter Coach Ottmar Hitzfeld. Jetzt feierte er mit dem FC Basel Meisterschaft und Cupsieg.

Liegt für den gelernten Landschaftsgärtner im Herbst seiner Karriere überhaupt noch eine Steigerung drin? «Du kannst dich immer noch steigern. Aber wenn du oben bist, ist es schwierig, oben zu bleiben. Es freut mich, dass ich drei Jahre nach meiner Rückkehr aus Frankfurt beim FC Basel diese Rolle spielen kann. Ein grosser Verdienst gehört auch meinen Mitspielern – und der Klubleitung, die dieses Kader zusammengestellt hat. Das war sicher die schönste Saison meiner Karriere.»

Das Cabaret-Duo «Divetimento» strapaziert die Lachmuskeln der WM-Fahrer. Mit südafrikanischen Speisen werden Huggel & Co. kulinarisch auf die WM eingestimmt. Yellowtail-Tuna aus dem Südatlantik, Tandoori-Chicken auf Curry-Reissalat zur Vorspeise. Danach südafrikanisches Rindsfilet auf Kartoffel-Tomaten-Ragout mit grünen und weissen Spargeln zum Hauptgang. Südafrikanische Milchtörtchen und Blue-Curaçao-Sorbet zur Nachspeise. Gibts für Huggel nach der WM auch noch ein Dessert in der Nati? Der 36-fache Internationale: «Ich will jetzt die WM abwarten, nachher werde ich einen Entscheid fällen.»

Und was liegt an der WM drin? Huggel: «Mein Sohn hat mich gefragt, ob ich dieses Jahr jetzt auch noch einen dritten Pokal hole.»

Beni Huggels Antwort auf der Bühne des Berner Kursaals: «Sollten wir tatsächlich den WM-Pokal holen, dann gibt es ein Fest, wie es die Schweiz noch nie erlebt hat.»

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