
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Niemand hat das Recht, Schumi nach den sieben WM-Titeln und den 92 GP-Siegen im meist sicheren Cockpit für seine Aktivitäten zu kritisieren. Wenn ihm seine immer so hochgelobte Familie mit den Kindern nicht genügt, dann soll er tun, was er will. Oder wie sagte der frühere Töff-Weltmeister Max Biaggi: «Wenn sich Schumacher mit 40 Jahren noch umbringen will, dann ist das seine Sache!»
Aber vielleicht sollte sich der Lenkrad-Artist einfach eingestehen, dass Motorradrennen (und die will er ja fahren) eine Nummer zu gross sind für ihn. Und wenn die Knautschzone auf zwei Rädern der Mensch ist, dann tut es eben bald einmal weh.
Dann ist der Weg von der Rennstrecke über das Spital zum Friedhof nicht sehr lange. Vielleicht hat ihm das seine geliebte Frau Corinna hinter verschlossenen Türen am Genfersee schon gesagt, jedenfalls tat es jetzt die Zeitung «Berliner Kurier», die ihren Kommentar über den Mittwoch-Sturz im spanischen Cartagena so titelte: «Schumi, lass den Scheiss!» Aber wie gesagt, Kritik ist nicht angebracht, Schumi ist alt genug.
John Surtees wurde an Schumis Crash-Tag 75
Am Crash-Mittwoch feierte übrigens der einzige Mann, der auf zwei und vier Rädern Weltmeister wurde, seinen 75. Geburtstag: John Surtees. Der Brite schaffte auf einer MV Agusta sieben WM-Titel, stieg 1960 auf die Rennwagen um und fuhr 1963 im Ferrari-Werksteam. Ein Jahr später wurde Surtees im roten Boliden Weltmeister (vor Hill und Clark)!
Von 1970 bis 1978 versuchte sich der Eigenbrötler sogar mit einem eigenen Formel-1-Team, jagte aber vergeblich den alten Erfolgen nach. Hoffentlich verbrennt sich Schumi nicht auch in dieser Kategorie irgendeinmal die Finger. Das immer noch nicht gerettete Honda-Team könnte der Deutsche locker kaufen – als Gerücht ist diese Story ja schon mal aufgetaucht.
Eines ist im Fall Honda klar: Stehen die Fahrer Jenson Button und Bruno Senna in genau sechs Wochen in Australien am WM-Start, dann hatte GP-Boss Bernie Ecclestone (78) seine rettenden Hände im Spiel. Allerdings wäre dem Engländer lieber, er könnte seine Ehe mit Slavica (50) retten. Am gestrigen Valentinstag hätte es zu einer Versöhnung kommen sollen...