Schumi wird nie ein John Surtees! Hör auf mit dem Scheiss Schumi!

  • Publiziert: 16.02.2009, Aktualisiert: 08.02.2012
  • Von Roger Benoit

CARTAGENA - Ex-Formel-1-Champion Michael Schumacher entwickelt sich langsam aber sicher zum Crash-Piloten. In Cartagena stürzte der Wahlschweizer in der ersten Kurve. Warum tut sich der 40-Jährige das an?

Niemand hat das Recht, Schumi nach den sieben WM-Titeln und den 92 GP-Siegen im meist sicheren Cockpit für seine Aktivitäten zu kritisieren. Wenn ihm seine immer so hochgelobte Familie mit den Kindern nicht genügt, dann soll er tun, was er will. Oder wie sagte der frühere Töff-Weltmeister Max Biaggi: «Wenn sich Schumacher mit 40 Jahren noch umbringen will, dann ist das seine Sache!»

Aber vielleicht sollte sich der Lenkrad-Artist einfach eingestehen, dass Motorradrennen (und die will er ja fahren) eine Nummer zu gross sind für ihn. Und wenn die Knautschzone auf zwei Rädern der Mensch ist, dann tut es eben bald einmal weh.

Dann ist der Weg von der Rennstrecke über das Spital zum Friedhof nicht sehr lange. Vielleicht hat ihm das seine geliebte Frau Corinna hinter verschlossenen Türen am Genfersee schon gesagt, jedenfalls tat es jetzt die Zeitung «Berliner Kurier», die ihren Kommentar über den Mittwoch-Sturz im spanischen Cartagena so titelte: «Schumi, lass den Scheiss!» Aber wie gesagt, Kritik ist nicht angebracht, Schumi ist alt genug.

John Surtees wurde an Schumis Crash-Tag 75

Am Crash-Mittwoch feierte übrigens der einzige Mann, der auf zwei und vier Rädern Weltmeister wurde, seinen 75. Geburtstag: John Surtees. Der Brite schaffte auf einer MV Agusta sieben WM-Titel, stieg 1960 auf die Rennwagen um und fuhr 1963 im Ferrari-Werksteam. Ein Jahr später wurde Surtees im roten Boliden Weltmeister (vor Hill und Clark)!

Von 1970 bis 1978 versuchte sich der Eigenbrötler sogar mit einem eigenen Formel-1-Team, jagte aber vergeblich den alten Erfolgen nach. Hoffentlich verbrennt sich Schumi nicht auch in dieser Kategorie irgendeinmal die Finger. Das immer noch nicht gerettete Honda-Team könnte der Deutsche locker kaufen – als Gerücht ist diese Story ja schon mal aufgetaucht.

Eines ist im Fall Honda klar: Stehen die Fahrer Jenson Button und Bruno Senna in genau sechs Wochen in Australien am WM-Start, dann hatte GP-Boss Bernie Ecclestone (78) seine rettenden Hände im Spiel. Allerdings wäre dem Engländer lieber, er könnte seine Ehe mit Slavica (50) retten. Am gestrigen Valentinstag hätte es zu einer Versöhnung kommen sollen...

Kampf um die Superlizenz

In der Formel 1 tobt der Kampf um die Superlizenz weiter. Drei Fahrer sollen nach dem rund 500-prozentigen Aufschlag bezahlt haben! Red-Bull-Pilot Mark Webber wundert sich: «Da haben wohl die Teams in die Kasse gegriffen. Bei mir hat früher auch Williams die Lizenzgebühr bezahlt, doch jetzt ist alles zum Wahnsinn geworden!» Weltmeister Lewis Hamilton soll neu 206 000 Euro bezahlen – letztes Jahr waren es noch 45 500! Für den WM-Vierten Robert Kubica (BMW-Sauber) kletterte die Gebühr von 35 215 Euro auf 160 000. Für seinen Teamkollegen Nick Heidfeld von 28 510 auf 130 000 Euro. Neuling Sébastien Buemi zahlt wie die 2008 punktelosen Mitfahrer Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil 10 000 Euro. (R.B.)

Top 3

1 Publireportage SWISSHAUS SWISSHAUS - Der zuverlässige Weg zum Eigenheimbullet
2 Grosse Lohntabelle Das verdient die Schweiz wirklichbullet
3 Grosses Voting Wer wird VW Shooting Star?bullet

News