Versöhnlicher Abschluss an den Olympischen Spielen Höhener gibt nach letztem Lauf Rücktritt

Der Schweizer Rodler Stefan Höhener zeigt an den Olympischen Spielen zwei zufriedenstellende Läufe - danach gibt er wenig überraschend seinen Rücktritt.

  • Publiziert: 15.02.2010, Aktualisiert: 10.02.2012

Mit seinem Sturz in Durchang Nummer zwei (von vier) verspielte Stefan Höhener an den Olympischen Spielen in Vancouver sämtliche Chancen auf den erhofften Diplomrang. Am Tag danach kann Höhener in den Läufen drei und vier zeigen, dass er mehr drauf hätte.

Dank der zehntbesten Zeit im letzten Durchgang macht er etwas Terrain gut und entgeht so der Schmach, hinter Exoten aus Argentinien, Südkorea und Moldawien zu landen. In der Endabrechnung kommt er unter 38 Gestarteten auf den 32. Rang.

Danach gibt er schliesslich in der Mixed Zone seinen Rücktritt. Seine Karriere in der internationalen Elite sei nach zehn Jahren beendet. Möglicherweise wird er in knapp zwei Wochen noch an den Schweizer Meisterschaften in St. Moritz teilnehmen, spätestens danach sei aber definitiv Schluss.

Höhener nimmt den Abschied von der Rodel-Szene gelassen hin. «In naher Zukunft werde ich das Ganze sicher nicht vermissen», sagt er. In jüngster Vergangenheit hätten sich Abnützungserscheinungen bemerkbar gemacht. Es sei ihm nicht mehr nach Wunsch gelaufen, er habe sich zu oft aufregen müssen.

Die deutschen Rodler feiern einen Doppelsieg. Felix Loch, mit 20 Jahren bereits zweifacher Weltmeister, setzt sich überlegen vor seinem Landsmann David Möller durch. Der Südtiroler Zöggeler, der in Turin und Salt Lake City triumphiert hat, verpasst den Gold-Hattrick und muss schliesslich froh um Bronze sein. Mitfavorit Demtschenko geht leer aus. (Si/sme)

Höheners Erfolge

Stefan Höhener wird mit seinem 32. Rang auch im Nachhinein nicht zufrieden sein. Denn in zehn Jahren hat der Zürcher bewiesen, dass mehr drin wäre. Als grösste Erfolge kann der Rodler drei Weltcup-Podestplätze und vier Top-10-Klassierungen an Weltmeisterschaften vorweisen. (Si/sme)
play Seine Fans machen harte Zeiten durch. Erst müssen sie den Sturz am ersten Wettkampftag verdauen, dann den Rücktritt. (Keystone)

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