Horror-Hinrichtung in Alabama Todeskandidat ringt 13 Minuten nach Luft

WASHINGTON (USA) - 13 Minuten dauerte der Todeskampf von Ronald Smith bei seiner Hinrichtung im US-Staat Alabama. Das berichteten Augenzeugen.

Seine Hinrichtung im US-Bundesstaat Alabama löst Fragen aus: Ronald Smith soll auf dem Totenbett nach Luft gerungen haben. (Archivbild) play
Wegen des Mordes an einem Supermarktangestellten wurde Ronald Smith zum Tode verurteilt. Keystone

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Ein Todeskandidat hat bei seiner Hinrichtung im US-Bundesstaat Alabama laut Augenzeugen 13 Minuten lang gehustet und gejapst. Der wegen des Mordes an einem Supermarktangestellten zum Tode verurteilte Ronald Smith habe ganz offensichtlich nach Luft gerungen.

Das berichtete der Journalist Kent Faulk, der die Hinrichtung am Donnerstag verfolgt hatte. Der Fall könnte die Debatte über die Todesstrafe in den USA erneut anfachen.

Ein Sprecher der Strafvollzugsbehörden von Alabama erklärte, eine Autopsie solle klären, ob es bei der Hinrichtung von Smith zu «Unregelmässigkeiten» gekommen sei. Gefängnissprecher Bob Horton sagte, lediglich zu Beginn der Exekution habe der 45-Jährige gehustet. Es gebe jedoch keinen Hinweis darauf, dass Smith gelitten habe.

Alabama setzt Midazolam ein

Die US-Behörden greifen derzeit bei Exekutionen auf kaum erprobte Giftmischungen zurück, weil sich europäische Pharmafirmen weigern, das zuvor eingesetzte Betäubungsmittel Pentobarbital zu liefern. Gegen den Einsatz der Giftmischungen klagen Verurteilte in mehreren US-Bundesstaaten. In der Folge ging die Zahl der Hinrichtungen in den USA deutlich zurück.

In Alabama wird das Beruhigungsmittel Midazolam eingesetzt, damit die Todeskandidaten in Schlaf fallen. Kritiker bemängeln, dass Medikament bewirke keine ausreichend tiefe Bewusstlosigkeit.

Vor zwei Jahren hatte die unter fürchterlichen Qualen vollzogene, 40-minütige Hinrichtung eines Verurteilten durch eine Giftspritze eine heftige Kontroverse ausgelöst und die Debatte über die Hinrichtungsmethoden in den USA angeheizt. (SDA)

Publiziert am 10.12.2016 | Aktualisiert am 10.12.2016
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11 Kommentare
  • Annemarie   Setz 10.12.2016
    Die USA sind für mich eine Nation, die immer mehr abgleitet in die Unmenschlichkeit und in die Degenration. War einmal einige Zeit in dem Land und habe mich aufgeregt über die Art, wie die Menschen dort einerseits Luxus zelebrieren, anderseits keine Ahnung von andern Ländern haben.
  • Roger  Hausherr 10.12.2016
    Wenn es wenigstens noch eine Logik gäbe. Doch jemand wird wegen mutmasslichem Indizienmord zum Tod verurteilt. Andere wegen 13 fachem Massenmord hingegen nicht. Die Willkür ist gross. Und was bringt es den Mörder erst 20 Jahren im Grfängnis unterzubringen. Da entgeht mir jegliche Logik. Sind denn Scharfrichter nicht auch Mörder? Sind Laienrichter nicht auch Todesgehilfen? Meines Erachtens machen sich alle Schuldig. Nach dem Ende von Diktaturen werden genau die verurteilt.
  • Jsa  Sigron aus Schangnau
    10.12.2016
    Es ist sicher "hart" für den Todeskandidaten so zu sterben. Aber hatte sein Opfer eine andere Wahl? Musste das Opfer nicht ebenfalls leiden?
    Wie man es dreht und wendet- wer einem anderen aus niederen Beweggründen das Leben nimmt, muss nicht mit einer weniger harten Strafe rechnen.
  • Pietro  Morettini aus Andermatt
    10.12.2016
    Ich kenne keine verlogenere und bigottere Nation wie die USA.
  • Georg  Ritter 10.12.2016
    Wo war das? In Nordkorea? Somalia? Iran? Einem anderen Land dieser miesen Klasse? Nein, in den USA, die ständig und überall eine grosse Röhre haben und allen anderen christliches und menschliches und anständiges Verhalten beibringen wollen. Es gibt keine verlogenere und kaputtere Nation als die USA. Schade drum.