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Doch während die Carmen auf der Bühne von ihrem verschmähten Liebhaber Don José erstochen wird, ist unsere Carmen lebhafter denn je, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden, respektive auf dem glatten Curling-Eis.
Kalte Füsse holt sie sich dabei nicht. «Wenn ich wische, bekomme ich sogar heiss», meint die Nummer 3 im Team von Mirjam Ott.
Curling, seit ihrem 9. Altersjahr Leidenschaft und Leben der unternehmungslustigen Sportlerin. «Curling ist einfach super», findet sie. «Wir sind wie eine ganz grosse Familie.» Zu dieser Familie gehört auch Freund Kevin, mit dem sie eine «Pendler-Liebe» verbindet.
Carmen lebt in ihrer eigenen Wohnung in Fahrweid ZH, er in Bern, spielt dort ebenfalls Curling. Carmen schätzt die Vorteile einer Sportler-Beziehung. «Jeder kennt die Bedürfnisse des andern und weiss, dass Trainings, Reisen und Trennungen wegen Wettkämpfen und Trainingslagern beim Sport einfach dazugehören.»
Carmen Schäfer lebt ihr junges Leben. «Ich bin alles andere als ein Stubenhocker. Wenn ich pro Woche einen Abend daheim bin, bin ich wieder erholt.»
Sonst kann man die quirlige Brünette überall treffen. An der Street Parade genauso wie in einer lauschigen Bar, in einer Disco oder im Kino. Oder sie besucht ihre Eltern, ihren Bruder und ihre jüngere Schwester (die beide Fussball spielen) und praktisch «über die Strasse» von ihr wohnen.
Doch ein ganz grosses Ziel verliert Carmen nie aus den Augen: den Olympiasieg! 2010 in Vancouver soll die grosse Feier steigen: Zusammen mit ihrer Teamleaderin Mirjam Ott und mit ihren Mitspielerinnen Valeria Spälty und Janine Greiner, neben der sie neun Jahre lang die Schulbank drückte.
Und den Sieges-Champagner wird sie dabei gekonnt selber einschenken. Denn auch darin hat Carmen Erfahrung: Einen Winter lang arbeitete sie in Zermatt hinter einer Bartheke. Eiswürfel statt Curling-Eis.
Ende der Serie