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Zehn Milliarden Dollar braucht Haiti. Diese Einschätzung gab der Präsident der benachbarten Dominikanischen Republik, Leonel Fernández.
«Wir gehen überschlagsmässig davon aus, dass Haiti so um die zwei Milliarden Dollar pro Jahr benötigen wird», um das Land wiederaufzubauen und die Institutionen zu stärken, zitierte die Onlineausgabe der Zeitung «Listín» (Dominikanische Republik) den Staatschef am Montag. Das Hilfsprogramm müsse eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren haben.
An einem Vorbereitungstreffen für eine internationale Konferenz über den Wiederaufbau Haitis nahmen auch die spanische Vize- Regierungschefin María Teresa Fernández de la Vega sowie Vertreter der USA, Kanadas, Brasiliens und anderer lateinamerikanischer Länder und der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza, teil.
Die Geldgeber sollten von einem Komitee für die Koordination der internationalen Haiti-Hilfe ausgesucht werden, sagte Fernández weiter. Diesem Komitee, das seinen Sitz in der Dominikanischen Republik haben sollte, müssten die Karibik-Gemeinschaft (Caricom), die UNO, die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die EU sowie die USA, Kanada, Brasilien, Mexiko und die Interamerikanische Entwicklungsbank angehören. (SDA)