Grenzer wehren sich gegen Kritik aus Como-Lager Wütend wegen Wutbrief

MENDRISIO TI - Kommandant Mauro Antonini (52) erklärt, wie die Flüchtlinge die Grenzwacht an der Nase herumführen.

Grenzwächter in Mendrisio TI wehren sich gegen Kritik aus Como play
Patrick Benz (l.) und Mauro Antonini kontern Kritik. Keystone

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Der anonyme Wutbrief der Flüchtlinge von Como (I) beschäftigt weiter. Die – unbelegten – Vorwürfe: ungerechtfertigte Rücküberstellungen nach Italien, Ruckzuck-Verfahren mit unbegleiteten Minderjährigen sowie Gewaltanwendung und Verletzung des Asylrechts (BLICK berichtete).

In Mendrisio TI nahmen der Kommandant der Tessiner Grenzwache, Mauro Antonini, und Patrick Benz, Verbindungsoffizier vom Bundesamt für Migration, nun erstmals Stellung.

Jeder Flüchtling werde angehört, sein Gepäck durchsucht und Abdrücke der Zeigefinger genommen. Aus Sicherheitsgründen folge eine Leibesvisitation. «Das übernimmt das medizinische Personal», sagt Anto­nini. «Wir achten darauf, dass Männer von Männern und Frauen von Frauen abgesucht werden. Das ist das übliche Verfahren.» Wer um Asyl bitte, werde ans Staatssekretariat für Migration weitergeleitet. Aber: «Ohne oder mit falschen Papieren geht es zurück nach Italien!»

Sprachbarrieren lassen Antonini und Benz nicht gelten. Mit ein paar Brocken Englisch oder Französisch funktioniere die Verständigung gut. Man verständige sich notfalls auch bestens «mit Händen und Füssen». «Wir brauchen keine Dolmetscher», sagt der Kommandant und berichtet: «Viele kommen immer wieder über die Grenze. Die kennen wir schon. Ihr Ziel ist Nordeuropa. Erst wenn sie damit scheitern, wollen sie plötzlich Asyl bei uns. Und wechseln dann ständig ihre Angaben zu Name und Herkunft.»

Nur 20 Prozent der angeblich Minderjährigen seien tatsächlich unter 18 Jahre alt, vermutet Antonio Simona, Chef des Empfangszentrums in Chiasso TI: «40 Prozent gestehen ihre Falschaussagen später ein.»

Dass Chiasso keinen Korridor durch die Schweiz mehr bietet, hat sich in Como wohl herumgesprochen. In der letzten Woche hat sich der Ansturm im Gegensatz zur Vorwoche auf 893 Neuankömmlinge halbiert.

Publiziert am 31.08.2016 | Aktualisiert am 01.09.2016
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29 Kommentare
  • Josef  Schöpfer 31.08.2016
    Vielen Dank Grenzwache. Macht einfach Ihren Job weiter, wir Schweizerbürger, zumindest ich bin sehr froh darüber.
    Ich verstehe nicht warum anonyme Briefe überhaupt so ernst genommen werden können. Die Anonymität lässt mich auch stark bezweifeln ob dieser überhaupt von den Flüchtlingen verfasst worden ist, oder ob da nicht doch eher die Flüchtlingsindustrie dahinter steckt. Letzteres ist auch ein starkes Indiz dazu, warum dieser Brief überhaupt so Popularisiert wird.
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    31.08.2016
    Bravo Grenzwacht! Klar wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Ehrlich wäre, zu sagen, dass das Ziel jene Destination ist, die den höchsten Sozialstandard bietet. Ich bin dafür, an Leib- und Leben bedrohten zu helfen. Wer aber seine Papiere wegschmeisst, lügt und von Anfang an nicht kooperiert, der soll wieder gehen. Und unsere Helferindustrie müsste auch nicht jeden Stuss ungeprüft glauben!
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    31.08.2016
    Herr Gautschi, immer wieder ihre Zeilen hier zu lesen. Was läuft bei ihnen schief? Ihre etwas anderen Ansichten in Ehren, aber die Grenzwache macht gute Arbeit! Warum bewerben sie sich nicht bei diesem Job?
  • Annemarie   Setz 31.08.2016
    Einen Dank an die Grenzwächter. Sie tun ihre Arbeit hervorragend und müssen sich von den sogenannten Flüchtlingen viel gefallen lassen. Endlich die Leute überhaupt nicht mehr herein- oder durchlassen und Richtung Libyen zurückführen.
  • Christoph  Schmitter 31.08.2016
    Sehr geehrte Damen und Herren des GWK danke für ihre ausgezeichnete und Arbeit zur Sicherung unserer Grenzen. Sie üben im Zusammenhang mit den Flüchtlingen eine wenig atraktive Arbeit aus. Wir vertrauen auf ihre hohe Fachkompetenz!