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Die Partie Lausanne – YB (4:1) wurde am Sonntag im Stade de Suisse Wankdorf ausgetragen, weil die Teams das Heimrecht abgetauscht hatten.
Grund waren die hohen Sicherheitskosten (80000 Franken), die von Lausanne hätten übernommen werden müssen. Für einen Pauschalbetrag von rund 100000 Franken stimmten die Lausanne-Verantwortlichen dem Abtausch zu.
Nicht nur die Lausanne-Anhänger, sondern auch die YB-Fans waren damit überhaupt nicht einverstanden. Die Fans des Challenge-League-Vereins wollten gar nicht erst in die Hauptstadt reisen. Und die Berner riefen sogar zum Spielboykott auf, weil sie die Partie im eigenen Stadion nicht im Gästesektor verfolgen durfen.
«YB hat entschieden, die Tickets für den Gästesektor nicht freizugeben. Daher sehen wir uns gezwungen, schärfere Massnahmen zu ergreifen und rufen deshalb dazu auf, diesem abgetauschten Spiel fernzubleiben», schreiben YB-Supporter im Vorfeld der Partie unter ostkurve.be.
Stattdessen wollten die Fans den Cupfight im Stadionrestaurant Walters verfolgen, «um uns damit einerseits mit den Lausanner Fans zu solidarisieren und andererseits ein Zeichen gegen diese Unsitte des Abtausches zu setzen».
Was niemand wusste: Das Walters war wegen einer Kinderveranstaltung erst nach dem Spiel geöffnet! Der Grund: Gölä las dort am Nachmittag Kindermärchen vor. Die Veranstaltung trägt den schönen Namen «Papagallo & Gollo erzählen Märchen und Geschichten von ihrer Reise am Nordpol». Die YB-Fans mussten umplanen und ins zweite Stadionrestaurant ausweichen.
Übrigens: Künftig will der Verband das Verhökern der Cupspiele verbieten. «Der Cup-Charakter geht sonst verloren», sagt SFV-Präsident Peter Gilliéron im SonntagsBlick. (zbi)