Noch mehr Schweizer bei 007 Glanzlicht im Bond

  • Publiziert: 03.05.2008, Aktualisiert: 12.02.2012
  • Von Dominik Hug

Jetzt auch noch Karin Lanz! Die Baslerin hat sich soeben eine Rolle im neuen Bond-Film geangelt. Wie eine Handvoll anderer Schweizer auch.

Karin Lanz (31) freut sich riesig: «Es ist megacool, dass ich beim neuen 007-Film mit an Bord bin.» Letzte Woche stand die Schauspielerin («Handyman») während zwei Nächten in Bregenz (A) für das 22. Kino-Abenteuer des britischen Geheimagenten vor der Kamera. Was für eine Rolle sie in «Quantum of Solace» («QoS») spielt, darf sie nicht verraten.

Das verbietet ihr der Vertrag. Nur so viel: Lanz ist ein Glanzlicht in der opulenten Opernsequenz, die seit Mittwochabend auf der Bregenzer Seebühne und im Festspielhaus gedreht wird.

007-Darsteller Daniel Craig (40) sei wunderbar. Begeistert ist sie aber vor allem vom Schweizer Regisseur Marc Forster (39): «Es ist extrem beeindruckend, wie er jedem auf dem Set das Gefühl verleiht, wichtig zu sein. Marc gibt uns allen zu erkennen, dass wir zu einer Familie gehören, egal, wie gross unser Beitrag zu seinem Film ist.»

Beseelt vom familiären Ambiente ist auch Alexandra Prusa (49): Die Zürcherin verkörpert in «QoS» eine Bösewichtin, die dem Meisterpion nach dem Leben trachtet. «Die Produktion ist gewaltig, trotzdem sehr persönlich. Alle sind wahnsinnig nett miteinander.» Für ihre Rolle muss Prusa ein hautfarbenes 30er-Jahre-Abendkleid tragen – «und darüber etwa eine Tonne Brillanten.» Schmunzelnd fügt sie an: «Ich hoffe, ich darf die nach Drehschluss mit nach Hause nehmen.»

Neben Prusa und Lanz wirken im neuen Bond auch die Schweizer Anatole Taubmann (37) mit und Ulli Forster (64), die Mutter des Regisseurs. Sie habe bei ihrem Sohn regelrecht gebettelt für eine kleine Rolle, verriet sie SonntagsBlick augenzwinkernd noch vor dem Dreh. Lanz nimmt ihr Engagement gelassener: «Das ist mein bisher kleinster Auftritt in einem Film, dafür werden mich so viele Menschen sehen wie noch nie.»   

Top Secret am Bodensee

Ausnahmezustand in Bregenz (A), nur wenige Autominuten von der Schweizer Grenze entfernt: Rund 300 Filmschaffende und Schauspieler haben sich seit letztem Mittwoch am Bodensee eingenistet, um wichtige Szenen für den neuen James-Bond-Film «Quantum of Solace» zu drehen. Dabei sind auch 1500 Statisten.

Geheimhaltung ist oberstes Gebot. Das Set ist hermetisch mit hohen Zäunen und Planen abgeriegelt. Trotzdem wird es von Hunderten Gaffern und Fotografen belagert. Für die gesamte logistische Produktion ist Leonhard Gmür (66) verantwortlich.

Der Luzerner sorgt dafür, dass alle ein Hotelzimmer bekommen und die Strassen rechtzeitig abgesperrt sind. «Bond-Produktionen gehören zu den aufwändigsten überhaupt», sagt Gmür. Die Dreharbeiten dauern noch bis Mitte Mai.  

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