Kein Pardon Genfer Justiz verfolgt Raser bis nach Argentinien

GENF - Die Genfer Staatsanwaltschaft will einen Raser aus Buenos Aires zur Rechenschaft ziehen. Das Vorgehen lohne sich und sei nicht teuer.

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Weil er bei seinem Besuch in der Schweiz 39 km/h zu schnell fuhr, muss ein Raser aus Buenos Aires nun eine Busse der Genfer Staatsanwaltschaft bezahlen.  KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

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Der Arm der Genfer Staatsanwaltschaft reicht bis in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Der dort wohnhafte Hernán D.* soll im März 2015 eine Straftat auf Schweizer Strassen begangen haben.

Der Argentinier war damals in der Schweiz zu Besuch und fuhr mit einem Mietwagen in Richtung Genf. Auf der Höhe von Vengeron GE wurde er geblitzt. Er war, die Toleranzgrenze abgezogen, 39 km/h zu schnell unterwegs. Anstatt den maximal erlaubten 60 km/h fuhr er mit 105 km/h. 

Hernán D. reagierte nicht

Wenig später liess die Genfer Staatsanwaltschaft Hernán D. einen Brief zukommen – und verlangte die Zahlung einer Geldstrafe, wie die argentinische Zeitung «Infobae» berichtet. Auf dieses Schreiben antwortete Hernán D. nicht. Deshalb reichte die Genfer Staatsanwaltschaft im August dieses Jahres ein Rechtshilfegesuch bei der argentinischen Justiz ein. 

«Man braucht nur einen Brief und eine Briefmarke»

Der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot sagte «Le Matin», dass sich das Vorgehen lohne: «Ein Rechtshilfegesuch ist nicht teuer. Ganz im Gegenteil, man braucht nur einen Brief und eine Briefmarke.»

Es gehe lediglich darum, dass die Polizei im entsprechenden Land das mache, was die Polizei hier in der Schweiz machen würde. Dem Raser aus Buenos Aires droht eine Geldstrafe, die aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten festgelegt wird. (vac)

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016
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3 Kommentare
  • Moritz  Engler aus Zürich
    15.12.2016
    Der Raserartikel gilt nicht für alle. Ein Schweizer muss mit zwei Jahren Haft rechnen.
    5000 Franken Depot. Die Schweizer Behörden machen sich doch lächerlich...
  • wills  horst 14.12.2016
    Letzten Juni war ich in Sydney mit einem Hertz-Mietwagen etwas zu schnell unterwegs. Auch ich kriegte die Rechnung nach Hause in die Schweiz zugestellt. AUS$ 135.
  • Rüedu  Hegu 14.12.2016
    Und in 5 Jahren kommt die Antwort, dass dieser Fahrer unauffindbar sei. Natürlich mit einer saftigen Rechnung für die Mühe der dortigen Behörden.