
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Die Ernüchterung war gross. Obwohl von vielen Seiten unterstützt, wurde die Bürgerrechtsvorlage deutlich abgelehnt. Die Analyse vom Forschungsinstitut gfs.bern ist ebenfalls ernüchternd. Denn nach der Abstimmung waren die Meinungen schnell gemacht: Die doppelte Ablehnung war kein Nein gegen Menschen aus dem Balkan, sondern gegen Ausländer im Allgemeinen.
Wie die Befragung ergab, befürchteten 72 Prozent der Nein-Sager, dass die Annahme der Vorlage zu Masseneinbürgerungen führen würde. Die gfs-Forscher folgern deshalb, dass die klare Ablehnung sich weder gegen bestimmte Volksgruppen noch gegen das erleichterte Verfahren gerichtet hat. Das 2-fache Nein basiert vielmehr auf der generellen Skepsis gegenüber Ausländern.
Die Auswertung ergab weiter, dass der grösste Teil der SP- und SVP-Wähler der Empfehlung ihrer Partei gefolgt sind. Bei den Mitteparteien FDP und CVP wich über die Hälfte der Wähler ab.