Geiselnahme und Bankraub in Genf: Erschreckende Parallelen zu Rätsel-Morden

Die Tat von Genf, bei der ein UBS-Angestellter als Geisel genommen wurde und die Bankräuber mit einer Millionen-Beute flüchteten, zeigt erschreckende Parallelen zum Vierfachmord in Rupperswil.

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Mehr als eine Million Franken erbeuteten unbekannte Täter am Donnerstag bei der ­Geiselnahme eines UBS-Bankers und dessen Freundin in Genf. Der Banker ist Marc S.* (30), seine Freundin Amandine L.* (27) arbeitet im Genfer Unispital. «Meine Tochter wurde in der Badewanne gefesselt», sagt die Mutter zu BLICK. «Sie lag aber nicht die ganze Zeit dort.»

Das Paar wurde 17 Stunden lang von den Bankräubern in seiner Wohnung im Nobelquartier Champel festgehalten.

Die Täter zwangen Marc S., ihnen Zugang zum Tresor der UBS-Filiale an der Route de Florissant zu verschaffen. Am Donnerstagmorgen alarmierte Marc S. laut der Zeitung «Le Matin» selber die Polizei.

In Polizeikreisen nennt man dieses Vorgehen Tiger-Kidnapping: Diebe nehmen Familienmitglieder von Bankern oder ­Juwelieren in Geiselhaft, um sie zu erpressen. Die Mitarbeiter von Firmen werden vorher ausspioniert. Der Täter verhalte sich dabei listig wie ein Tiger bei der Jagd – daher der Name.

Die Tat von Genf zeigt erschreckende Parallelen zum Vierfachmord in Rupperswil AG. Auch Carla Schauer († 48) wurde vor ihrem Tod am 21. Dezember offenbar gezwungen, zweimal Geld abzuheben. Zu Hause hielten die Täter ihre Söhne Davin († 13) und Dion († 19) sowie dessen Freundin Simona F. († 21) in Geiselhaft. Sie waren gefesselt und geknebelt. Kurz da­rauf waren alle vier tot. Brutal erstochen und angezündet.

Marc S. und Amandine L. hatten Glück im Unglück. «Sie stehen unter Schock», sagt die Mutter von Amandine L. «Es geht ihnen aber den Umständen entsprechend gut. Sie sind bei ihrer Familie und werden psychologisch betreut.» Die Täter sind in beiden Fällen flüchtig.

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 15.01.2016 | Aktualisiert am 16.01.2016
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14 Kommentare
  • August  Sommerhalder aus Amriswil
    16.01.2016
    Polizei-Präsenz im Aussenbereich könnte einiges verhindern. Radar- und Kontrollen von Mofa-Fahrern könnten leicht eingeschränkt werden. Die öffentlichen Bereiche zu beobachten und allenfalls sichern könnte auch eine Aufgabe sein.
  • Martin  Weber 16.01.2016
    In gefährdeten Berufen sollte das Personal nicht mit dem echten Namen auftreten. Es gibt Arbeitgeber, die "veröffentlichen" ihr Personal mit Foto und vielen Informationen im Internet. Wozu soll das gut sein? Vor ein paar Jahren hat die UBS bei bestimmten Kundenberatern sogar Hobbies und Familienverhältnisse öffentlich publiziert - ich hoffe, das ist heute nicht mehr so. Denn das interessiert mich nicht einmal als Kunde.
  • Rolf  Hobi 16.01.2016
    Sicherheitsdispositiv: Bewaffnetes Sicherheitspersonal öffnet mit speziellem Szenario eine 1 Person Schleuse für den ersten Bankangestellten. Jeder weitere Angestellte und Kunden mit einem Konto treten in diese Schleuse ein und geben dort ihre Karte & den Code ein. Erst bei OK öffnet ein Angestellter die Türe zum Geldbereich. Bei vergessener Karte und oder dem Code gelangt man zur Prüfung von Details, wie alle anderen Besucher, durch eine 2te Schleuse lediglich in den geldlosen Bereich.
  • Hansjürg  Meister 16.01.2016
    Tja, unsere Wirtschaft braucht offene Grenzen, sonst könnte sie Schaden nehmen und zahlungskräftige Steuerzahler wandern ab. Dass dabei ganze Familien ausgelöscht werden, ist wohl einkalkuliert.
  • Tea  Caba 16.01.2016
    Ich sehe da überhaupt keine Parallele. Wenn schon, wäre im Fall Rupperswil der Freund von Carla Sch. als Geisel genommen worden, welcher in Lenzburg als Leiter der KB arbeitet. Die Morde passen dann auch nicht in das Schema vom Fall in Genf. Es gibt zig ähnliche Fälle wie Genf. Ich mag mich aber an keinen wie er in Rupperswil geschah erinnern.