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Mara Carfagna führte in Italien die Frauenquote ein. Ab nächsten Sonntag ist sie für börsenkotierte Firmen in Kraft. (sda)
Ab nächstem Sonntag gilt für italienische Firmen, die an der Börse notiert sind eine Frauenquote von 20 Prozent in Verwaltungsräten.
Frauen sollen in italienischen Unternehmen verstärkt Schlüsselrollen übernehmen. Ab dem 12. August müssen börsennotierte Gesellschaften und Unternehmen mit staatlicher Beteiligung bei der Erneuerung ihrer Verwaltungsräte Frauen 20 Prozent der Sitze überlassen.
Die Quote soll 2015 auf 30 Prozent steigen. Eine entsprechende Regelung wurde vom Ministerrat verabschiedet. Mit dem Beschluss will die Regierung ein Gesetz umsetzen, das bereits im vergangenen Jahr vom Parlament beschlossen worden war.
Unternehmen, die sich nicht an diese Vorschriften halten, drohen Strafen bis zu einer Million Euro und sogar die Auflösung des Verwaltungsrats. Bei börsennotierten Gesellschaften wird die Börsenaufsichtsbehörde Consob kontrollieren, dass die Frauenquoten berücksichtigt wird; bei Unternehmen mit Staatsbeteiligung wird das Ministerium für Gleichberechtigung wachen.
Lanciert wurde das Gesetz von Mara Carfagna noch in der Ära von Silvio Berlusconi. Sie wurde unter ihm Gleichstellungsministerin berufen. Zuvor war sie vor allem als Aktmodell und Miss-Kandidatin bekannt. (sda/tun)
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