DOHA - Das war sackstark! Im besten Spiel des noch jungen Jahres haut Roger Federer den Russen Nikolai Dawidenko 6:3, 6:4 vom Platz und gewinnt das ATP-Turnier von Doha.
Das eigentliche Feuerwerk gibts in Katar erst nach dem Final, doch was Roger Federer (29) in den 79 Minuten davor abliefert, ist ebenfalls hochexplosiv. Praktisch alles funktioniert im Spiel des Schweizers – und wie immer, wenn er wirklich gut spielt, sieht das ganze feder(er)-leicht aus.
Wie im Halbfinal gegen Tsonga ist Federer von der ersten Sekunde an hellwach. Er schafft das erste Break gleich zum 2:0 und gerät bei eigenem Aufschlag wiederum nie in Gefahr. Bis zum Schluss gewinnt der gleichaltrige Dawidenko (ATP 22) nie mehr als zwei Punkte bei Service Federers.
Der vergibt zunächst sechs Satzbälle zum 6:2, lässt aber anschliessend nichts anbrennen. Im zweiten Durchgang bleibt der Russe, der nach einer Verletzung im letzten Frühjahr aus den Top-10 gerutscht ist, aber im Halbfinal Rafael Nadal geschlagen hatte, etwas länger dran. Bis Federer erneut den Turbo zündet.
Von 3:4, 15:15, gewinnt der Schweizer die letzten elf Punkte der Partie. Ein Break zu null, dann zu null ausserviert – und er hat den Siegercheck von 177‘000 Dollar in der Tasche. Noch wichtiger aber: Er beginnt 2011 so, wie er 2010 beendet hatte: mit einem Turniersieg.
«Das war ein Supermatch heute», sagt auch Federer selber. Und Dawidenko, der in der 17. Begegnung zum 15. Mal gegen den Basler verlor, kann nur den Hut ziehen. «Das ging einfach zu schnell für mich», sagt der Russe. «Wenn er diese Saison so weiterspielt, wird er ganz sicher wieder die Nummer 1.»
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