Fahrerflucht um Mitternacht «Wer hat unseren Rino totgefahren?»

KILCHBERG BL - Ein Spaziergang endete für den neun Monate alten Chihuahua Rino in Kilchberg BL tödlich. Ein Raser erfasste das Tier – und verfehlte sein Herrchen nur knapp. Danach machte sich der Fahrer aus dem Staub.

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Roland Spielmann (23) und seine Freundin Flor de Liz Madörin (21) aus Kilchberg BL wollten am späten Sonntagabend nur noch kurz mit ihren Hunden Gassi gehen. Am Schluss war der neun Monate alte Chihuahua Rino tot – und Herrchen Roland erlitt den Schock seines Lebens. «Es war gegen Mitternacht,» erinnert er sich. «Plötzlich hörte ich in einer Kurve ein Auto mit hoher Geschwindigkeit von hinten auf uns zufahren.»

Raser tötet Hund, streift Herrchen und braust davon

Weil es an der Stelle kein Trottoir gibt, warteten die gelernten Köche am Strassenrand. Ihre drei Hunde waren angeleint. «Sie standen direkt neben uns», so Flor de Liz Madörin. Obwohl auf der Strasse Schnee lag, habe das Auto um die 80 km/h draufgehabt. Ausgerechnet auf der Höhe des Paars passiert es: Das Heck des Wagens – er hat einen dunklen Farbton – bricht aus. Und trifft den kleinen Rino mit voller Wucht. «Ich hatte eigentlich noch Glück», sagt Roland. «Das Auto hat meine Hand gestreift! Ein Meter mehr und er hätte uns alle erfasst.»

Autofahrer macht sich aus dem Staub

Zuerst rappelt sich der kleine Rino wieder auf. Doch eine Minute später bricht das Tierchen tot zusammen. «Aus seinen Ohren ist ziemlich viel Blut geflossen», so das Paar. Das Schlimmste: Der Fahrer braust mit unverminderter Geschwindigkeit davon – und verschwindet in der Nacht. Ob es sich um Fahrerflucht handelte oder ob der Fahrer den Aufprall schlicht nicht bemerkte, wissen die beiden nicht. «Es ist aber schwer, sich vorzustellen, dass er nichts mitbekommen hat», sagen Spielmann und Madörin traurig.

Der Kadaver des kleinen Chihuahuas lagert momentan in der Tiefkühltruhe des Paars. Grund: Die Polizei muss Rino vielleicht noch untersuchen. Das Paar will seinen Liebling so bald wie möglich bestatten. «Richtig abschliessen können wir mit dem Fall aber erst, wenn der Todesfahrer ausfindig gemacht ist.»

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 17.01.2017
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