Facebook-Killer Luis R. (45) von Möhlin AG stand heute vor Gericht: Rein, raus - und 20 Jahre in den Knast?

Es war eine äusserst brutale Tat im Mai 2013. Ein Mann ermordete in Möhlin AG seine von ihm getrennt lebende Ehefrau (†38). Heute Morgen stand Luis R.* (45) dafür in Rheinfelden AG vor Gericht. Obwohl er nicht reden wollte oder konnte, drohen ihm nun 20 Jahre Knast.

Ehefrau-Killer fährt vor - und wieder weg
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Eiskalt hatte Luis R.* (heute 45) am Pfingstmontag, dem 20. Mai 2013, in Möhlin AG seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Maria R.* (†38) umgebracht (BLICK berichtete).

Laut heute veröffentlichter Anklageschrift hatte er die Portugiesin - weil sie nicht mehr zu ihm zurückkehren wollte - in der Küche gepackt, ihren Kopf mit dem Gesicht voran gegen die Wand geschlagen, sie auf den Boden gestossen und dann ihren Hinterkopf mehrmals auf den Boden geschlagen. Bis die damalige Restaurant-Angestellte tot war. Für den Mord soll der Portugiese laut Anklage für 20 Jahre in den Knast und in eine Psychotherapie.

Heute Morgen wurde dem Betriebsarbeiter dafür vor dem Bezirksgericht in Rheinfelden AG der Prozess gemacht. Unter massivem Polizeiaufgebot sowie in Hand- und Fussfesseln wurde Luis R. kurz vor 8.30 Uhr ins Gericht geführt. Laut eines Polizisten vor Ort soll die Gerichtspräsidentin angeordnet haben, dass die Fotografen draussen genügend Abstand halten müssen. Doch drinnen beim Prozessstart erwähnte sie diese Auflage nicht.

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Der Angeklagte Luis R. wird heute Morgen zum Gerichtssaal geführt.

Sicher ist: Vor Gericht sagte Luis R. kein Wort auf die Fragen der Gerichtspräsidentin. Nicht einmal ein Ja oder Nein ging über seine Lippen. Weder zu seiner Person, noch zum Tatablauf. Der sichtlich angeschlagene Mann in Jeans und rotem Pulli schüttelte nicht einmal den Kopf. Er liess ihn gar teilnahmslos hängen. Schon nach 29 Minuten: Abbruch der Verhandlung!

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Der Portugiese ist sichtlich angeschlagen.

Laut Anklage soll Luis R. sehr eifersüchtig gewesen sein. Die Polizei musste laut Anklage schon 2007 und 2008 wegen Streit zum Ehepaar ausrücken. Doch Maria R. zog später beide Anzeigen zurück. Wie krank Luis R. ist, zeigt die Tatsache, dass er noch beim Zusammenleben mit seiner Frau ihren PC mit einer Software überwacht hat. Sogar Geräusche rund um den Computer soll er sich damit angehört haben.

Zudem soll sich Luis R., nachdem das Ehepaar seit November 2012 getrennt lebte, unter fingiertem Namen ein Facebook-Profil erstellt und sich über Monate hinweg als Freundin namens Marta das Vertrauen seines späteren Opfer erschlichen haben - um ihr Privatleben auszuspionieren. Offenbar vermutete er, dass sie einen neuen Freund hatte.

Zur Tatzeit soll Luis R. laut Gutachten an verschiedenen psychischen Störungen gelitten haben. Ob er heute vor Gericht unter medikamentöser Behandlung stand?

Nach dem Mord soll er Maria R. das Pyjama-Oberteil von vorne her nach hinten über den Kopf gezogen und dann bei sich zu Hause zuerst eine Zigarette auf dem Balkon geraucht haben - bevor er sich stellte.

Zurück bleibt ein Sohn (damals 14), dessen Mutter tot ist und dessen Vater im vorzeitigen Vollzug sitzt.

Morgen Donnerstag geht der Prozess weiter, mit den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Das Urteil soll am 10. Februar verkündet werden.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 03.02.2016 | Aktualisiert am 18.02.2016
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13 Kommentare
  • Heinz  Meier 03.02.2016
    Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, mehr gibt es zu diesen kriminellen Kulturen nicht zu Berichten.
  • Hans  Scheidegger 03.02.2016
    Eifersucht ist der Stoff, aus dem Dramen und Tragödien gestrickt sind. Sie führen manchmal auch zu ganz absurden schrecklichen Reaktionen wie diese hier. Diese bewusst geplante ruchlose Tat von Luis R. verdient kein Pardon. Und natürlich muss er der Schweiz nach Verbüssung der gerechten und hoffentlich harten Strafe für immer verlassen.
  • Nadine  Richter aus Aarau
    03.02.2016
    Ich bin noch nicht so alt, aber ich mag mich noch gut an vergangene Tage erinnern, wo ich nicht täglich über gewalttätige Ausländer in der Schweiz in den Medien informiert wurde...
    • Dinu  Marsson , via Facebook 03.02.2016
      Ich bin auch nicht so alt, aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo ich keine uninformierte und rassistische Kommentare in der Zeitung lesen musste.
    • Rüdiger  Simpson aus Züri
      03.02.2016
      Dass Sie heute mehr davon lesen, liegt daran das über die weniger werdenden Fälle mehr geschrieben wird. Bspw. sind die Anzahl Morde von 110 im Jahre 1990 auf 41 im Jahre 2014 gesunken.
    • Sarah  Keller 03.02.2016
      @Rüdiger Simpson: Die gute alte Tötungsdelikte-Statistik ist wohl nahtlos in die Reihe der Ausländerkriminalitäts-Statistik einzufügen - fürs dumme Volk vorher so sorgsam und auffällig "aufbereitet", dass nur noch der Dumme daran glauben kann. Stark zugenommen haben ja auch Gewalttaten, aus denen dank sensationell verbesserter Erster Hilfe durch Rettungsärzte und Sanitäter viel weniger Tote resultieren als früher. Deshalb nun zu meinen, wir lebten heute "sicherer", ist ein fataler Trugschluss.
    • Marco  Weber 03.02.2016
      Frau Keller Sie sehen und glauben auch nur das was Ihnen gerade passt oder? Überall böse Ausländer und Mord und Krieg! Sie müssen ein schönes Leben haben wenn Sie sich eine solche "braune" Realität zusammenreimen!
    • Jan  Berger 03.02.2016
      @Marco Weber
      Selbstverständlich glaubt Frau Keller das, was ihr gerade passt. Das tue ich auch. Sie etwa nicht? Wollen Sie ihr also etwas vorwerfen, das Sie auch tun, oder wollen Sie uns hier weismachen, Sie glaubten das, was Ihnen nicht passt? Dann hätten Sie ja die letzten 2 Wochen vergeblich freigenommen, um dieses Forum mit völlig unnützen Kommentaren zur Rettung des Schweizer Volkes vor der DI regelrecht zuzumüllen, denn dann wären Sie ja FÜR die DI!
  • Michael  Thommen 03.02.2016
    Der arme Sohn...
  • Karen  Mind 03.02.2016
    Ich hoffe, er darf seine Strafe und Therapie in Portugal machen. Wenn einer so dermassen eifersüchtig ist, dann ist ihm nicht mehr zu helfen und kostet uns Steuerzahler wieder ein paar Millionen. Der Sohn tut mir nur leid.