51 Meter vor dem Crash auf Komet Tschuri Das ist das letzte Foto von Rosetta

DARMSTADT (D) - 12 Jahre Reise und fast sieben Milliarden Kilometer liegen hinter ihr: Nun steht Raumsonde «Rosetta» ihre letzte Mission bevor. Sie soll kontrolliert auf dem Kometen Tschuri aufprallen.

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Seit mehr als zwei Jahren umkreist die ESA-Sonde Rosetta den Kometen Tschuri - mit an Bord das an der Uni Bern entwickelte Messgerät Rosina, das Tschuri ausführlich «beschnuppert» hat. Am frühen Freitagnachmittag sendet Rosetta ihr letztes Lebenszeichen.

Ein Bild auf der Internetseite der Europäischen Weltraumagentur ESA stellt die Raumsonde «Rosetta» auf ihrer letzten Mission dar. Die Sonde soll nach ihrer gut zwölfjährigen Reise auf dem Kometen «Tschuri» aufprallen. play
Die europäische Kometensonde «Rosetta» hat eine lange Reise hinter sich. Keystone

 

Zum krönenden Abschluss soll die Sonde ihrem Kometen so nahe kommen wie nie zuvor - und auf ihm zerschellen. Der Empfang des letzten Signals wird im Europäischen Raumflugkontrollzentrum in Darmstadt gegen 13.20 Uhr erwartet, bevor Rosetta für immer verstummt.

Mit einer Liveschaltung auf Grossleinwand zum ESA-Kontrollzentrum fiebern auch die Forscher an der Universität Bern mit. Sie haben für den Freitagmittag zum öffentlichen Rosetta-Finale in das Physikalische Institut geladen, wo die Wartezeit mit Kurzvorträgen und Wettbewerben verkürzt wird.

Astrophysikerin und Rosina-Projektleiterin Kathrin Altwegg verfolgt das Finale mit einem «lachenden und einem weinenden Auge», wie sie im Vorfeld der Nachrichtenagentur sda erklärt hatte. Die Bruchlandung auf dem Kometen sei der passende Abschluss für die «grossartige» Mission.

Während Altwegg «quasi zusammen mit Rosetta in Pension» geht, werden die Daten, welche die Sonde in den letzten Wochen und Tagen ihrer Existenz gesammelt hat, die Wissenschaftler noch Jahre beschäftigen.

Die Raumsonde war bereits im März 2004 ins All gestartet, um den Kometen 67P/Tschurjomov-Gerasimenko - kurz «Tschuri» - zu erforschen. Ihr Ziel erreichte Rosetta zehn Jahre später und umkreiste nun während der letzten zwei Jahren den Himmelskörper, der die Form einer Gummiente hat. (SDA)

Publiziert am 30.09.2016 | Aktualisiert am 30.09.2016
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2 Kommentare
  • Urs  Seeland aus Seeland
    30.09.2016
    2004 gestartet, 10 Jahre Hinflug, danach 10 Jahre drumherumkreisen, und heute Absturz? Sorry, welches Jahr haben wir jetzt? Schon 2024?
    • Daniel  Gubler 30.09.2016
      2 Jahre steht am Ende des Artikels. Aber, eigentlich dreht sich hier alles um die ausserordentliche, wissenschaftliche Leistung und wohl kaum um etwaige Typos.