EU-Antiterrorbeauftragter warnt «Jetzt steigendes Risiko für Anschläge»

BERLIN (DE) - Der EU-Antiterrorbeauftragter Gilles de Kerchove hat vor einer wachsenden Anschlagsgefahr gewarnt.

Auch der EU-Antiterrorbeauftragte Gilles de Kerchove warnt vor IS-Anschlägen in Europa. (Archivbild) play
Der EU-Antiterrorbeauftragte Gilles de Kerchove warnt vor einer gewachsenen Terrorgefahr durch Menschen, die bisher nicht für den IS gekämpft haben. Keystone

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Der EU-Antiterrorbeauftragte Gilles de Kerchove warnt vor einer wachsenden Anschlagsgefahr in Europa. «Ich sehe jetzt ein steigendes Risiko für Anschläge«, sagte de Kerchove in der Samstagsausgabe der deutschen Zeitung «Welt».

Je mehr die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak zurückgedrängt werde, desto wahrscheinlicher sei es, «dass die Terrororganisation durch Anschläge zeigen will, dass sie noch am Leben ist und weiterhin eine Rolle spielt«.

»Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass es nach dem Fall der Städte Mossul und Raka zu einer verstärkten Rückkehr von europäischen Kämpfern aus den IS-Kampfgebieten kommen kann«, sagte der Antiterrorbeauftragte. «Ebenso dürften Dschihadisten aus Syrien und dem Irak dann verstärkt versuchen, im Flüchtlingsstrom nach Europa zu kommen.»

Es sei dringend ein gesamteuropäischer Ansatz im Umgang mit ausländischen Kämpfern nötig, die nach Europa zurückkämen. Nötig seien eine einheitliche Risikobewertung von Rückkehrern, schnellerer Zugang zu den Kommunikationsnetzen der Terroristen und eine bessere Beweissicherung.

Warnung vor Autobomben

De Kerchove warnte auch vor einer gewachsenen Terrorgefahr durch Menschen, die bisher nicht für den IS gekämpft haben: «Nach unseren Erkenntnissen hat der IS auch dazu aufgerufen, nicht mehr in die Kampfgebiete zu kommen, sondern in Europa zu kämpfen.» Erst am Freitag hatte Europol vor IS-Anschlägen in Europa gewarnt. Dabei könnten auch Autobomben zum Einsatz kommen, erklärte die europäische Polizeibehörde in Den Haag.

Laut de Kerchove ist die Zahl der ausländischen Kämpfer aus Europa in den IS-kontrollierten Gebieten zuletzt deutlich zurückgegangen: «Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl der Europäer, die in Syrien und dem Irak für den IS kämpfen, gegenüber den Vorjahren mittlerweile auf 2500 halbiert hat. Die Zahl derjenigen Europäer, die jetzt noch in die Kampfgebiete des IS reisen, ist gering.» Ein Grund für diese Entwicklung sei, dass die Lage in den Kampfgebieten «sehr gefährlich» sei, sagte der Antiterrorbeauftragte. Zugleich werde es immer schwieriger, nach Syrien zu reisen. (SDA)

Publiziert am 03.12.2016 | Aktualisiert am 03.12.2016
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5 Kommentare
  • Thomas  Zürcher 03.12.2016
    Europa ist zur Zeit nicht zu beneiden.Es gibt drei Gefahren für unseren Kontinent.Neben der unkontrollierten Einwanderung ist Terrorismus und Populismus eine ernstzunehmende Bedrohung. Beide sind sehr gefährlich, weil Terrorismus Populismus fördert. Je mehr Terror wir in Europa sehen, desto mehr Stimmen bekommen die Populisten. und das ist meines Erachtens die grösste Gefahr.
  • Luna  T 03.12.2016
    Ein Grund für diese Entwicklung sei, dass die Lage in den Kampfgebieten «sehr gefährlich» sei,..
    Eigenartig. heisst dass nun dass die Typen nun Angst haben. Wirklich? Ich bin entäuscht. Dachte das sind die Supermachos. Oder doch nur Suppenmachos?
  • Hans  Scheidegger 03.12.2016
    Nicht erst aktuell, sondern seit Jahren entwickelt sich Europa in eine heikle, ja bedenkliche Richtung. Mit und ohne Anschläge der extremistischen Terroristen. Und das Schlimmste ist, diese Tendenz ist kaum mehr aufzuhalten. Das "alte" Europa verschwindet leider nach und nach. Nicht zuletzt durch die unaufhaltsame muslimische Durchdringung. Und dass dies nicht nur friedlich geschehen wird, ist ebenfalls klar, wie die Vergangenheit deutlich zeigte. Eine bedrohliche Situation. Es ist 25 nach 12!
    • Paul  Egli 03.12.2016
      Blöd ist nur dass das die Sünnelis nie begreifen werden. Des Stimmrechts können wir sie ja nicht entheben, also gehen wir demokratisch zu Grunde. Wenigstens etwas.
  • Eugen  Inauen 03.12.2016
    Das sind die Fruechte der Zuwanderer Politik der EU.
    Und durch das NY Attentat 9/11 2001 hat sich der
    "der War of Terror" weltweit verbreitet. Jetzt
    scheint es aber, dass der Bogen ueber-
    spannt wurde, denn nur aus blosem
    Versehen ist dieser Terror nicht
    nicht entstanden, es besteht
    eine verborgene Absicht
    dahinter. Warten wir
    doch mal den
    Silvester ab,
    nicht nur
    in Koeln