Erster Rückgang seit Februar Krise der Uhrenindustrie verschärft sich

BERN - Schlechte Nachrichten für Swatch Group und Richemont: Die Exporte der Uhrenindustrie schrumpften im Oktober um 12 Prozent. Auch die Gesamtausfuhren der Schweizer Wirtschaft blieben unter Vorjahr.

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Der Exportrückgang erfasste zwei Drittel der Warengruppen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilt. Besonders unter die Räder geriet die Uhrenindustrie, deren Lieferungen um 12 Prozent unter dem Vorjahr lagen. Der Verkauf von Bijouterie und Juwelierwaren brach um mehr als 25 Prozent ein. Für Unternehmen wie die Swatch Group und Richemont sind dies schlechte Nachrichten.  

Weil weniger Flugzeuge verkauft wurden, gingen auch die Exporte von Fahrzeugen um 23 Prozent zurück. Die Warengruppe Maschinen und Elektronik rutschte nach den durchmischten Ergebnissen der Vormonate wieder in die Minuszone und verbucht einen Rückgang von 6 Prozent.

Medikamentenexporte steigen um einen Drittel 

Wachstumslokomotive war erneut die Pharma-Industrie. Die Exporte von chemisch-pharmazeutischen Produkten legten um 7 Prozent zu. Die Ausfuhren von Medikamenten schossen um einen Drittel oder 914 Millionen Franken in die Höhe. Diesen stand ein Rückgang der immunologischen Produktesowie der Roh- und Grundstoffen gegenüber.

Einen Anstieg von 19 Prozent verzeichneten die Ausfuhren von Textilien, Bekleidungen und Schuhe, dies jedoch nur aufgrund von Reexporten nach Deutschland.

Europa und USA legen zu

Schweizer Produkte fanden in den Hauptmärkten unterschiedlich Anklang, wie die EZV weiter schreibt. Die Exporte nach Asien sanken um 7 Prozent, jene nach Europa und Nordamerika legten hingegen zu. Der Rückgang Asiens sei insbesondere auf gesunkene Bijouterie- und Uhrenlieferungen nach Singapur zurückzuführen, so die EZV. Nach China hingegen steigerten sich die Exporte um einen Viertel auf das Rekordniveau von einer Milliarde Franken. (sda/gs)

Publiziert am 22.11.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016
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  • Annemarie   Setz 22.11.2016
    Einerseits ist es immer noch das Währungsproblem, dass zu diesen Einbussen führt, anderseits haben auch Abnehmer wie China Probleme. Die Unsicherheit der Weltlage führt überdies dazu, dass Schmuck- und Uhrengeschäft weniger florieren. Hinzu kommt die steigende Konkurrenz ausser Landes, auch die Billigkonkurrenz, beispielsweise Japan.
  • Aron  Ottiger 22.11.2016
    Wenn man die Mittelschicht abbauen will und tut, wird auch dieses Business Leiden oder Verschwinden, also die Politiker und Patrons schneiden sich selber ins Fleisch, wenn Sie immer alles Billig wollen, vom der Fachkraft und Einheimische angefangen. Eine schleichende Kettenreaktion wie bei vielem.
  • rolf  sulzer 22.11.2016
    mit Uhren als Schmuck, lässt sich kaum noch glänzen. Im Gegenteil das öffentliche und persönliche zur Schau stellen von extravagantem und teurem Schmuck wird immer gefährlicher, in dem einem dieser von der Hand oder vom Hals gerissen wird. Versicherungsmässig immer ein Gratwanderung, weil der Nachweis der Vorfälle schwer zu begründen ist.
  •   22.11.2016
    12 Prozent weniger heisst, immer noch ein satter Gewinn. Dieses Gejammer nach noch mehr, mehr, ist nicht nur auf hohem Nivea, sonder schon fast hochnäsig. Viele Uhrenmarken kaufen ihre Werke in Grenchen ein, kaufen im Ausland die Schale, "veredeln" sie und montieren das Uhrenwerk. Nun ein glänzendes Zifferblatt drauf und fertig ist das edle Teil. Lächerlich.
  • Mike  Scherer 22.11.2016
    Was muss denn noch alles passieren, bis die Schlafmützen in Bern endlich aufwachen? Muss denn auch der letzte Arbeitsplatz in der Maschinen, Elektro- oder Uhrenindustrie erst abgebaut und/oder verlagert werden? Wir haben ein massives Währungsproblem und wir haben eine schrumpfende Wirtschaft, nur will das niemand zugeben, es wird einfach alles schön geredet nach dem Motto "wir schaffen das schon". Doch das ist Selbstbetrug, vor allem auch an der aktiven Bevölkerung.