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Kaum hat England die Skandale um die Sex-Eskapaden der Nati-Stars John Terry und Ashley Cole halbwegs überstanden, erschüttert eine Spionage-Affäre das Mutterland des Fussballs. Im Mannschaftshotel der englischen Nati in der Graftschaft Hertfordshire sind letzte Woche vor dem Test-Spiel gegen Äygpten angeblich illegale Tonband-Aufnahmen erstellt worden.
Der nationale Verband FA hat jetzt eine Untersuchung eröffnet, um die Hintergründe der Tat aufzudecken und eine Wiederholung – auch im Hinblick auf die WM – zu verhindern. Rechtsanwälte drohten bereits allen grossen Zeitungen rechtliche Schritte an, falls sie die Aufzeichnungen veröffentlichen würden, die ihnen von den Tätern angeboten werden.
Gemäss dem «Daily Mail» könnten unter anderem Tonband-Aufnahmen einer sechsstündigen englischen Team-Sitzung existieren. Deren brisanter Inhalt: taktische Anweisungen von Nati-Coach Capello, Diskussionen über die Höhe der WM-Prämien, aber auch private Statements von Spielern zu den Terry- und Cole-Affären.
Bei der WM in Südafrika im Sommer soll es laut der Fifa nicht möglich sein, so nah in die Mannschafts-Hotels vorzudringen. Die Sicherheitsdienste werden die Stockwerke in den Hotels rund um die Uhr überwachen.
Besorgt über den Vorfall zeigt sich Manchester-United-Coach Alex Ferguson: «Das ist sehr ernst zu nehmen. Wir haben das Gleiche schon 2004 erlebt.» Damals fand man in der ManU-Garderobe vor einem Heimspiel gegen Chelsea einen Funk-Empfänger. Der Spion versuchte ebenfalls, das Tape an die Presse zu verkaufen. Als Konsequenz davon lässt ManU die Garderobe mittlerweile regelmässig auf Wanzen und Kameras untersuchen.