BERN – Die Aussicht auf Fördergelder für erneuerbare Energie zeigt Wirkung. Bei der nationalen Netzwerkgesellschaft Swissgrid sind zwischen dem 1. Mai und Ende Juli rund 5000 Anmeldungen für die kostendeckende Einspeisevergütung eingegangen!
Die Aktion hat einen wahren Öko-Sturm ausgelöst. 2049 der Anmeldungen erhalten einen positiven Bescheid, wie das Bundesamt für
Energie (BFE) heute mitteilte. Aber warum nicht alle 5000? Weil zahlreiche Anlagen mehrfach angemeldet wurden. Zudem gingen auch Anmeldungen für Grossanlagen ein – insbesondere für Windparks. Diese können aber nicht realisiert werden.Das sind die Hits: Photovoltaik (Solarstrom): Mit 82 Prozent weist dieser Bereich die meisten Anmeldungen auf. Windernergie, 7 Prozent Wasserkraft (bis 10 MW) mit 7 Prozent Biomasse 4 Prozent. Swisssolar: Die Kleinen gehen leer aus Der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie, Swisssolar, übt aber auch Kritik. Bei der Photovoltaik seien 2859 Gesuchsteller leer ausgegangen, «darunter unzählige Landwirte und Hausbesitzer, die auf ihrem Dach einen persönlichen Beitrag an eine zukunftsfähige Energieversorgung leisten wollten». Auch der Schweizerische Bauernverband fordert mehr Engagement des Bundes. Denn: Viele engagierte Landwirte, die ein Solarprojekt eingereicht hätten, würden auf die Wartebank geschoben, ärgert sich der Verband in einem Communiqué. Gesetzliche Verbesserungen müssten subito an die Hand genommen werden.(SDA/snx)