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Swiss-Chef Christoph Franz ist über das restriktive Landeverbot vor 6 Uhr auf dem Flughafen Kloten verärgert: «Das ist umweltpolitischer Unfug, wenn ein Flugzeug wegen Rückenwind Minuten zu früh ankommt und dann über der Schweiz kreisen muss, bis der Zeiger auf 6 Uhr springt.»
Besonders betroffen sind die Langstreckenflüge aus dem Fernen Osten oder aus Südafrika. Wenn eine dieser Grossraummaschinen 15 Minuten lang kreist, verbrennt sie rund 2,5 Tonnen Kerosin. Das kostet die Airlines nicht nur Millionen, sondern schädigt auch die Umwelt.
Swiss-Chef Franz: «Wir haben in den letzten Jahren rund eine Milliarde Franken in neue treibstoffsparende Flugzeuge investiert. Mit den Warteschlaufen wurde das Geld in die Luft geblasen.»
Franz klagt nicht nur, er wartet auch mit einer Lösung des Problems auf: «In besonderen Fällen können wir abends nach 23 Uhr die Startzeiten um eine halbe Stunde verlängern. Mit einem Flexibilitätspuffer könnten man das auch am Morgen machen.»
Allerdings würden die Anwohner im Osten und Süden der Pisten 28 und 34 keine Freude daran haben. Fluglärm ist hörbar, Kohlendioxid nicht.
Für Franz, der sich mit seiner siebenköpfigen Familie in der Schweiz wohlfühlt und die hohe Lebensqualität schätzt, ist es klar, dass die Swiss weiter am Umweltschutzthema arbeiten muss.
Er weist aber auch darauf hin: «In den letzten dreissig Jahren wurde der Kerosinverbrauch pro Triebwerk um 70 Prozent verringert. Und daran muss die Flugzeugindustrie weiterarbeiten.»
Aber auch die politischen Behörden der Schweiz und Deutschlands sind gefordert, um eine sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Lösung des Klotener Flugregimes zu finden.
Damit unsere Bäume bald wieder etwas freier atmen können
Swiss-Chef Franz: 1 Milliarde investiert – und beim Warten in die Luft gepustet.- Keystone