ZÜRICH – Das Mövenpick-Bürogebäude in Kemptthal ZH ist nicht nur hübsch. Sondern der Beweis dafür, dass Schweizer Energie-Technologie Spitze ist. Und neue KKWs überflüssig macht!Neue Kernkraftwerke überflüssig? Das ist brisant. Denn in vier Wochen wird gewählt.
Energie –
Klima – Umwelt: Das sind Themen, um die heiss gekämpft wird. Viele Bürger wollen Energie sparen. Ihnen liegt unsere Umwelt am Herzen. Aber sie haben auch Angst. Vor der so genannten Energielücke. Sogar das Bundesamt für Energie redet davon, in seinen «Energieperspektiven 2035».Kein Wunder, ist die Atomlobby längst in den Startlöchern. Sie arbeitet mit Hochdruck an neuen KKWs. Mit grosser Verspätung sind jetzt auch die Gegner aktiv geworden. Die
SP will in Rekordfrist – in nur 7 Tagen! – ein Anti-KKW-Referendum zustande bringen (Blick Online berichtete)!Wem soll man glauben? Im Getöse des Wahlkampfs schwer zu beantworten. Die Solar Agentur Schweiz hat aus Anlass ihres diesjährigen Solarpreises – am 3. Oktober in
Basel – einmal mehr Argumente und Fakten zusammengetragen. Gallus Cadonau, Geschäftsführer der Agentur, zu Blick Online: «Wir brauchen keine Studien mehr. Wir müssen nur die Augen aufmachen. Die Beweise sind ja schon gebaut!» Wie eben das Mövenpick-Gebäude (siehe Box).In der Schweiz müsste man jetzt endlich umsetzen, was schon möglich ist. Damit könnten drei Grosskraftwerke (Gas oder Atom) ersetzt werden, wenn: Neubauten in Zukunft alle nach den Energiestandards des Mövenpick-Vorbilds gebaut würden. Einsparung pro Jahr: 1 Milliarde Kilowattstunden. In acht Jahren ein KKW. Bauernhof-Dächer in der Schweiz zu 90 Prozent für den Solarstrom genutzt würden. Beweis: der Bauernhof in Barberêche FR. Produziert viermal mehr Strom, als er selber braucht. Damit könnte ein weiteres KKW eingespart werden. veraltete Elektroheizungen und Beleuchtungen ersetzt würden. Das wäre das dritte Grosskraftwerk.Für Cadonau ist die Sache klar: In der Schweiz gibts keine Energielücke. Sondern eine Denklücke!Denn: «Wir zahlen jedes Jahr 10 Milliarden Franken für Öl und Gas an arabische Scheichs und russische Oligarchen. Warum? Damit könnten wir unsere eigene nachhaltige Energietechnologie zu finanzieren!»