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Basel setzt voll auf Minergie

BASEL – Basel wird zum Energie-Vorreiter in der Schweiz. Die Minergie-Bauweise wird im Stadtkanton Vorschrift. Dezentraler Solarstrom wird weiter kostendeckend eingespiesen.

Aktualisiert um 14:32 | 14.01.2009
Die Luft in Basel wird jetzt deutlich besser. (Basel-Stadt)
Die Luft in Basel wird jetzt deutlich besser. (Basel-Stadt)
Baudirektorin Barbara Schneider lobte das Parlament: Das Ja zur ökologischen Reform sei vorbildlich. Die neuen Vorschriften zielen vor allem auf Gebäudesanierungen ab. Zu den neuen Vorgaben gehört auch, dass 20 Prozent der Heizenergie aus erneuerbarer Energie stammen muss.

Beim Bauen nach dem Minergiestandard geht es um eine bessere Nutzung der Energie. Dies wird durch eine spezielle Dämmung erreicht. Nutzen: weniger Energiebedarf für Heizung und Warmwasser, weniger CO2-Ausstos.

Ein Minergie-Haus braucht nur etwa 4 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Ein Haus nach konventioneller Bauweise dagegen rund 18. Eine Wohnung von 100 Quadratmetern nach konventioneller Bausweise braucht braucht pro Jahr für rund 1600 Franken Heizöl. Bei Minergie reduziert sich das um einen Viertel!

Auf der ganzen Linie grün

Weil der Bund seine neue kostendeckende Einspeisevergütung für Solarstrom limitiert hat und bereits eine lange Warteliste besteht, führt der Kanton Basel im Weiteren seine eigene bewährte Abgeltung samt Solarstrombörse weiter. Zur Finanzierung wird der Strom mit einer Förderabgabe belastet.

Das neue kantonale Recht verbietet überdies auch die auf Beizenterrassen beliebten gasbetriebenen Heizpilze; ausgenommen bleiben Freiluftarbeitsplätze wie Marktstände.

Mit der Verschärfung setzt Basel-Stadt als erster Kanton neue Mustervorschriften der Energiedirektorenkonferenz vom Mai 2008 um. Auf die noch strengeren Minergie-P-Vorgaben, die der Grosse Rat per Vorstoss gefordert hatte, wird jedoch verzichtet, weil sie in einer Stadt nicht flächendeckend praktikabel seien. (SDA/snx)
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